Marketing-Tipp - Werden Sie Blattmacher

GVmanager_01_02_2015

Foto: © svort – Fotolia.com Marketing-Tipp Werden Sie Blattmacher Was die Bahn oder der Supermarkt um die Ecke können, können auch GV-Betriebe: Mit einer eigenen Zeitung lassen sich Dienstleistung und Philosophie optimal vermarkten, Geschäftspartner einbinden und Kunden bzw. Gäste begeistern. Wir stellen drei Beispiele vor, die zur Nachahmung anregen und geben Tipps zur Umsetzung. s.Bar: News als Tablettunterlage Geht es um Gästepublikationen, dann muss der Catering- und Beratungsdienstleister s.Bar nicht lange nach einem geeigneten Partner auf die Suche gehen. Udo Sanne, Gründer, Betreiber und Geschäftsführer, leitet – ge-meinsam mit Tobias Ehrhardt – gleichzeitig auch die Kommunikationsagenturen Sanshine und WortFreunde in Stuttgart. Von den acht Betriebsrestaurants, in denen der Caterer täg-lich mehr als 5.250 Essen serviert, erhalten vier einen eigenen Newsletter mit bis zu zwölf Ausgaben im Jahr. „Das Konzept von s.Bar ist, nicht nur ausgewogene Ernährung am Arbeits-platz zu bieten, sondern auch betriebliche Gesundheitsförderung sowie Consulting für Fachkräfte“, erläutert Dr. Linda Mayer, Senior Consultant Corporate Publishing/Öffentlich-keitsarbeit. „Wir setzen auf Digital- und Print- Medien, um die Gesundheitsthemen trans-parent zu kommunizieren. Ein Beispiel ist der News- bzw. Foodletter in Form eines informa-tiven Tablettauflegers.“ Der Newsletter ist Teil eines ganzheitlichen Aktionskonzepts, zu dem Aktionstage, aber auch Flyer, Banner, Tipps und Beratung durch Ernährungs- und Fitnessexperten zählen. Flankierende Publikationen im Intranet kommen unterstützend hinzu. Jeder Newsletter wird in enger Zusammen-arbeit mit dem jeweiligen Betrieb entwickelt. Mehrmals im Jahr bereitet ein Expertenteam mit Projektleiter, Redakteuren, Grafiker, Ernäh-rungswissenschaftlern und Fitnessexperten in Themensitzungen die Inhalte vor. Konzeption, Redaktion und zusätzliche Themenrecherche besorgen die Redakteure der Kommunika-tionsagentur WortFreunde. Alle Inhalte sind auf das Corporate Wording und Corporate Design (von Sanshine) mit einer passgenauen Dramaturgie auf das Unternehmen und seine Mitarbeiter abgestimmt. Das Konzept ist dabei übergreifend: Es geht um künftige Aktionstage und News aus dem Betriebsrestaurant, Mitar-beiter des s.Bar-Teams werden vorgestellt so-wie regionale Produkte oder Themen der Sai-son. Alltagstaugliche Ratschläge zu Umwelt, Einkauf, Gesundheit und Wohlbefinden (u. a. durch Apps, Infoportale) kommen ebenso hin- zu wie Ernährungstipps von Oecotrophologen, die auf die Gesundheitskultur des Betriebs abgestimmt sind. „Unsere Newsletter sind für die Betriebsrestaurants ein strategi-sches Tool, um Gäste zu binden. Gleichzeitig können wir als Cate-rer unseren vielschichtigen Ansatz aufzeigen und damit unsere nach-haltige Zielsetzung kommunizie-ren“, sagt Dr. Linda Mayer. „Via Foodletter ist es möglich, Lebens-mittel-, Zulieferer- und Produkther-künfte nachvollziehbar und transpa-rent zu beleuchten.“ Bayer Gastronomie: das Print-Magazin Die Bayer Gastronomie, vor mehr als 100 Jahren noch eine „Arbeiter-Spei-senanstalt“, ist heute ein breit aufge-stellter Dienstleister mit Hotels, Semi-nar- und Konferenzstätten, öffentlichen Restaurants, Shops und Weinkeller. Um das Portfolio des Hospitality-Spezialisten, der inzwischen 600 Mitarbeiter beschäf-tigt, in die Öffentlichkeit zu tragen, wurde 2004 das Magazin Dinner & more ins Le-ben gerufen. Die Zielsetzung, die sich schon bald erfüllte: Kunden und Gäste, die das Ma-gazin erhalten, fungierten als Werbemultipli-katoren, was die Akquise neuer Geschäftsfel-der erleichterte. Aus dem 12-Seiten-Blatt im DIN A4-Format, das vierteljährlich erschien, ist ein professionelles 36 Seiten starkes Ma-gazin geworden, das alle zwei Monate in ei-ner Auflage von 16.000 Exemplaren gedruckt wird. „2.000 Magazine sind fest abonniert“, berichtet Daniela Siebe, Communications, Bayer Gastronomie in Leverkusen. Als Blattma-cherin ist sie für Dinner & more verantwortlich. Freie Mitarbeiter unterstützen sie in der Redaktion, Satz und Druck werden extern erledigt. „Wir wollten von Beginn an kein reines Werbe-blättchen werden“, erinnert sie sich. „Deshalb haben wir schon früh Kollegen eingebunden, um Inhalte und Rubriken festzulegen. Dinner & 1-2/2015 GVmanager 25


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