Management - Neues Mindestlohngesetz: Neues Jahr, neuer Lohn

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Foto: © Primalux – Fotolia.com ... Mindestlohn ? ?! ! Seit dem 1. Januar gilt das neue Mindestlohngesetz, das branchenunabhängig einen Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde vorschreibt – was bedeutet das für den Außer-Haus-Markt? Neues Jahr, neuer Lohn Mit dem 1. Januar 2015 kam die Wende in der Diskussion um den gesetzlichen Mindestlohn. Bundesweit bedeutet dies für Arbeitgeber, dass sie unabhängig von der Branche und der Mitarbeiterzahl einen festgesetzten Stundenlohn von 8,50 € zahlen müssen. Wer sich nicht an das Mindestlohnge-setz (MiLoG) hält, dem drohen Strafen in Form von Bußgeldern. Dipl.-Finw. Bettina M. Rau- Franz, Steuerberaterin und Partnerin in der Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei Roland Franz & Partner in Velbert, Essen und Düsseldorf, weist darauf hin, dass intensive Kontrollen durch Zollverwaltung und Sozial-versicherungsprüfer zu erwarten sind. Neben Nachzahlungen von Sozialversicherungsbei-trägen müssen Arbeitgeber mit Sanktionen und Nachforderungen in Höhe von bis zu 500.000 € bei einer Nicht-Einhaltung rechnen (MiLoG, § 21). Gibt es Fälle, in denen der Mindestlohn nicht greift? Welche Auswirkungen hat das neue Mindestlohngesetz (MiLog) für die Branche? Mit diesen und weite-ren Fragen beschäftigen sich aktuell Arbeitgeber und -nehmer. Ausnahmen Keine Regel ohne Aus-nahme, und so gilt auch der Mindestlohn von 8,50 € pro Stunde nicht für jeden Mitarbeiter: Aus-genommen sind z. B. tarifgebundene Arbeit-geber und Beschäftigte. Für diese gelten die tarifvertraglichen Entgeltregelungen, sofern das Entgelt höher ist als der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 €. Auch minderjährige Auszubildende in Deutschland sind vom Mindestlohn ausgenommen, genauso wie junge Menschen in Einstiegs-qualifizierungen oder Pflichtpraktikanten im Rahmen von Ausbildung oder Studium. Der Grund: Hierbei handelt es sich nicht um ein Arbeits-, sondern ein Bildungsverhältnis. Auszubildende erhalten demnach eine 8,50 € § % ? ) Der Mindestlohn ist ein echter Zugewinn und für viele meiner langjährigen Kollegen auch eine große Anerkennung. Annette Apetrei, Köchin in einer Senioreneinrichtung in Bitterfeld 18 GVmanager 1-2/2015


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