Manager im Gespräch - Christoph Reingen, Leiter Betriebsgastronomie, Henkel, Düsseldorf:Wie sechs Richtige

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Foto: a‘verdis Manager im Gespräch Wie sechs Richtige angenommen habe. Für mich ist die Stelle wie „sechs Richtige“, denn Henkel passt zu Christoph Reingen wie Christoph Reingen zu Henkel: sowohl mir als Person als auch dem Unternehmen ist eine nachhaltige Orientierung sehr wichtig. Eine Rolle spielte aber auch die Nähe des Standorts zum Heimatort und der Familie: „Warum soll ich in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“. Wie gestaltete sich Ihr Anfang nach dem Unternehmenswechsel? Die Einarbeitung durch meinen Vorgänger Francis Finn lief harmonisch und kooperativ ab. Auch nach seiner Pensionierung pflege ich eine gute Beziehung zu meinem Vorgänger und halte Kontakt zu ihm. Denn natürlich möchte er weiterhin die Entwicklungen des Betriebs beobachten. Ich freue mich, dass er mir ein hochmotiviertes und inno-vationsfreudiges Team übergeben hat, das wirtschaftlich und somit auch wettbewerbsfähig arbeitet. Sie sind in ein bestehendes Team eingetreten. Inwieweit haben Sie sich dabei mit Schwierigkeiten konfrontiert gesehen? Natürlich muss man sich immer erst aneinander gewöhnen – beiden Seiten muss die Zeit der Annäherung zustehen. Mein Team hat mich sehr gut aufgenommen, sodass ich mich heute – rund ein Jahr nach meinem Eintritt bei Hen-kel – so fühle, als sei ich bereits mehrere Jahre im Unternehmen tätig. Die Arbeit mit dem Team macht großen Spaß und ich nehme mir gerne Zeit, um mit dem Team – ab-wechselnd in den verschiedenen Kasinos – zu frühstücken. Ein gutes Miteinander ist wichtig, um gemeinsam etwas zu erreichen. Kurz nach Ihrem Antritt als Leiter der Betriebsgastronomie haben Sie in rekordverdächtiger Zeit von nur sechs Wochen die Bio-Zertifizierung umge-setzt. Wie war das möglich? Vom Warendisponenten über die Küchenleitungen bis hin zur Qualitäts-management- sowie Hygienebeauf-tragten haben alle an einem Strang ge-zogen, sodass dieser schnelle Erfolg erst möglich war. Von Vorteil war mit Sicherheit auch meine langjährige Tätigkeit als Bio-Mentor: In den letzten elf Jahren habe ich in dieser Funktion zahlreiche Betriebe hinsichtlich einer Bio-Zerti-fizierung beraten und währenddessen mein Know-how ausbauen können. Die übliche Dauer für eine Bio-Zertifizierung beträgt etwa eineinhalb bis zwei Jahre. Seit der Umstellung setzen wir z. B. zu 100 % Bio- Gewürze ein. Das macht sich zwar im Einkaufspreis bemerkbar, aber die Gewürze haben auch eine um 20 % höhere Würzintensität da sie z. B. nicht mit Kichererbsenmehl gestreckt sind, wie es bei herkömm-lichen Gewürzen oftmals der Fall ist. Nach 24 Jahren als Leiter der Wirtschaftsdienste der Düsseldorfer WestLB/Portigon hieß es für den 50-jährigen Christoph Reingen wieder neu anzufangen. Die Gelegenheit dazu bekam er bei Henkel in Düsseldorf. Seit dem 1. Juli 2014 bekleidet er dort die Position des Leiters Betriebsgastronomie. Der GV-Manager ist in dieser verant-wortlich für ein 52-köpfiges Küchenteam mit sieben Auszubildenden, das bis zu 4.800 Essen täglich in zwei Produktionsküchen zubereitet. Christoph Reingen sprach mit der Redaktion über seine Anfänge bei Henkel, die „gelebte Nachhaltigkeit“ und die Zukunft der Branche. Herr Reingen, Sie sind nun seit knapp einem Jahr bei Henkel tätig. Wie sind Sie zum neuen Arbeitgeber gekommen? Zum gegebenen Zeitpunkt ist das Unternehmen mit sei-ner Anfrage an mich herangetreten, die ich sehr gerne Christoph Reingen trat 2014 bei Henkel in Düsseldorf in die Fußstapfen von Francis Finn. Dank seines großen Tatendrangs hat er schon die eine oder andere Veränderung im Betrieb anstoßen können. Christoph Reingen bei der Übergabe des Bio-Zertifikats im September 2014. 16 GVmanager 1-2/2015


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