Management - Ausbildung: Den Kochlöffel abgeben

GVmanager_01_02_2013

Ausbildung Den Kochlöffel abgeben Jährlich belegt der Kochberuf einen der vorderen Ränge, wenn es um die Abbrecherquote der Azubis geht. Im Wettbewerb mit anderen Berufen sinkt die Attraktivität. Die Folge: In der Branche mangelt es immer mehr an Nachwuchs. Ist die Zukunft des Kochs damit bereits besiegelt? T lieren sie Töpfe und Pfannen, lassen fe beenden ihre Ausbildung vorzeitig. Die dass auf der Arbeit ein „tolles Klima“ herr-Ausbildung ist. So berichtet ein Azubi aufdem Ausbildungsportal www.azubister.net,-ihre Ausbildung ab. Etwa doppelt so vieleKochazubis als der Durchschnitt aller Beru--V-Köche machen es dem Kochnachwuchs schwer. Mit Leichtigkeit jong Messer über Bretter tanzen. Schneiden Abbrecherzahl ist damit deutlich höher. Nur sche und die Kollegen nett seien. Er selbst – Karotten in Brunoises, Lauch in Juliennes, noch mehr Abbrecher gibt es ebenfalls im so sagt er – möge an seinem Beruf den Stress parieren Fleisch oder tournieren Gemüse. Gastgewerbe – nämlich im Restaurantfach gerne. Genauso wie er würde eine ehema- Zeitgleich retten sie ein Restaurant nach (47,6 %). Doch wie kommt es dazu? lige Auszubildende sich ebenfalls immer dem anderen vor dem Aus und holen dabei wieder für den Beruf entscheiden. Sie räumt noch die Sterne vom Kochhimmel. Azubis kommen zu Wort allerdings ein, dass man bereit sein müsse, Und schon ist die Entscheidung für die Für den jährlichen Ausbildungsreport des Überstunden zu machen. Der Arbeitstag sei Ausbildung zum Koch gefallen. Gestartet Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) kom- schließlich erst beendet, wenn der letzte wird mit Motivation und Eifer. Doch ins Ziel men die Auszubildenden selbst zu Wort: Gast gegangen ist. Das gilt natürlich we- schaffen es nicht alle. Vermittelt die TV- Die Gesamtqualität der Kochausbildung niger für die Gemeinschaftsverpflegung. ändern – aber das tun zu wenige.“ Gründe für das negati- (KVWL), immer häufiger, dass sehr gute Fotos: © Air0ne/Fotolia.com, © lom123/Fotolia.com-Immer wieder hört man von GV-Köchen,dass die Arbeitszeiten angenehmer sind alsärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippein die gehobene Gastronomie gehen. Fachkräfte fehlen somit in vielen GV-Küchen.---wird durchweg eher negativ beurteilt, sodasslandet. Die häufigstenschlechte fachliche Anleitung, permanent vie „Mit der Fassung von 1998 haben wir eine diese im Vergleich mit in der klassischen Gastronomie. Trotzdem gute Ausbildungs-Verordnung. Wenn sich den anderen Berufen beobachtet Peter Gemüth, Abteilungslei- jeder daran halten würde, müssten wir nichts auf Rang 20 (von 25) ter Kasino und Ausbilder in der Kassen- Peter Gemüth, Abteilungsleiter Kasino, KVWL Dortmund ve Abschneiden: eine Nachwuchskräfte nach ihrer Ausbildung Welt bei vielen doch ein falsches Berufsbild. le Überstunden, ein oftmals rauer Ton. Bei den einen ist dies mehr zu spüren, bei Tatsächlich bleiben laut Bundesinstitut für Festzuhalten ist allerdings, dass definitiv den anderen weniger. Die Personalsituation Berufsbildung (BIBB) 46,3 % aller ange- nicht jeder Kochlehrling unzufrieden mit ist schwierig. Jüngere Kräfte fehlen. Suchen henden Köche auf der Strecke und brechen dem gewählten Beruf und der jeweiligen und finden wird zur Daueraufgabe. 40 GVmanager 1-2/2013


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