Lissabon: Party im Morgengrauen

24_Stunden_Gastlichkeit_06_2015

Lissabon ist eine traumhafte Stadt. Auch das Ausgehen gleicht hier einem Traum, einem schwerelosen Dahingleiten durch Gassen – bergauf, bergab – getragen von der Nacht. Party im Morgengrauen Foto: Café-Bar BA/Bairro Alto Hotel 24 Stunden Gastlichkeit 6/2015 31 Der Traum beginnt pünktlich zu Son-nenuntergang. Auf dem Miradouro de St. Catarina sitzen viele Menschen auf Bänken, auf Steinen, im Gras. Sie alle blicken über den Tejo hinweg, der breite Strom Lissabons, in weiches Abendlicht ge-taucht, rechter Hand breitet der Cristo Rei seine Arme aus – gleich einem Gruß an die untergehende Sonne. Musik ertönt, Gitar-renklänge und viel Atmosphäre – alles ist bereit zum Start in die Nacht. Da die Winter in Lissabon nicht besonders lang sind und auch nicht sehr kalt, lässt es sich gut draußen aushalten – aufgewärmt durch ein Abendessen in einem der zahl-reichen kleinen Restaurants im Viertel oder anderswo in der überschaubaren Stadt. Hier gibt es neben internationaler Küche auch brasilianische und afrikanische Wur-zeln, vor allem die der ehemaligen portu-giesischen Kolonien Angola, Mozambique, Kap Verde sowie São Tomé e Príncipe. Die nationale portugiesische Küche ist def-tig und macht satt. Ein Klassiker, den es überall gibt, ist ein Bife (Beef), flankiert von Reis auf der einen, Pommes auf der anderen Seite und obendrauf ein Spiegelei, dazu Sa-lat. Eine berühmte Suppe ist Caldo Verde, eine Kohlsuppe mit einem Stück Chouriço, einer Paprikawurst. Authentische portugie-sische Küche im Bairro Alto gibt es z. B. im Toma La Da Ca – eine kleine Wirtschaft mit vielen Einheimischen und moderaten Prei-sen. Wer gehoben speisen will, bekommt viel vom Meer, denn fangfrischer Fisch so-wie Stockfisch ist hier an der Tagesordnung. Zusammen mit den Restaurants The De-cadente im EG und Insólito im Penthouse des Luxushostels The Independente Suites & Hostels im Bairro Alto gehört das Trincas zu den neuen Hot Spots, die Touristen wie Einheimische gleichermaßen anziehen. Das berühmteste unter ihnen, The Decaden-te, steht unter der Ägide des 31-jährigen Chefkochs Nuno Bandeira de Lima, der


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