Starthilfe - Michael Käfer, Käfer GmbH & Co. KG,Parsdorf: Die beste Zeit

24_Stunden_Gastlichkeit_06_2015

Die Käfer-Welt erstreckt sich über den Feinkostladen Käfer in Mün-chen und den Party Service mit etwa 1.200 Events jährlich weltweit über die Gastronomien u. a. in der BMW Welt und im Berliner Reichstag bis hin zur Käfer Wiesn-Schänke auf dem Okto-berfest. Die Beteiligung Michael Käfers am Münchner Club P1, der vor über 65 Jahren als Offizierskasino der Amerikaner gegründet wurde, ist dabei mehr als nur ein Exot im Portfolio. Herr Käfer, wie passt das P1 zu Ihren anderen Betrieben? Generell ist uns gutes Essen und Trinken so-wie Service wichtig. Das P1 ist der Ursprung meiner unternehmerischen Tätigkeit. Ich habe ihm im Prinzip alles, was ich habe, zu verdanken. Dem bin ich wahnsinnig dank-bar. Meine Vorfahren sind ursprünglich Händler. Wir sind wie eine Wirtsfamilie, in der sich alles um das Geschäft dreht. Ich habe von Kindheit an alles mitgekriegt und vieles gelernt. Nach meinem Studium kam die Möglichkeit, das P1 zu übernehmen. Damals war es für Münchner Verhältnisse ein ziemlich cooler Punk-Laden – aber im-mer noch sehr anständig. Wir haben das dann weiterentwickelt. „Die beste Zeit deines Lebens war doch sicher die P1-Zeit“, hat mal jemand zu mir gesagt.„Du hattest mit den besten Nacht-club in Deutschland, hast nur gefeiert und tolle Leute kennengelernt.“ Aber eigent-lich stimmt das nicht. Das war eine relativ harte Zeit: Ich war jeden Tag spätestens um 10 Uhr im Büro und bin bis 5 Uhr morgens im Laden gestanden. Ist also harte Arbeit das Geheimnis Ihres Erfolges? Erfolgreich war es, weil ich das P1 als gastronomische Aufgabe gesehen habe. Heute machen das alle tollen Kollegen, die im Nachtclub-Bereich tätig sind. Aber früher war das häufig so: man ist um 23 Uhr reingegangen und hat bis um 7 Uhr mit den Leuten mitgefeiert. Ich war da relativ diszipliniert, hab niemals mitgetrunken. Wir hatten drei Stunden Zeit, in der wir Umsatz machen konnten. Und dafür muss man perfekt vorbereitet sein. Später kamen zum P1 weitere Lokale dazu, die ich aus dem P1 heraus finanziert habe. Dann hatte ich die Möglichkeit, hier in den Feinkosthandel einzusteigen, weil mei-ne Großmutter noch einen kleinen Anteil hatte. Aber das P1 habe ich immer behal-ten. Da gab es natürlich auch Höhen und Tiefen. Und die Tiefen haben richtig weh getan. Aber jetzt geht es ihm gut und ich finde es toll. Die beste Zeit Michael Käfer ist nicht nur Feinkost- und Party Service-Pionier – als Gastronom betreibt er auch ein vielfältiges Gastronomie-Portfolio. Zu verdanken hat er seinen Erfolg aber vor allem einem Club: dem P1. 24 Stunden Gastlichkeit 6/2015 Foto: Käfer STARTHILFE


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