Social Media: Lass dich finden!

24_Stunden_Gastlichkeit_06_2014

Lass dich finden! Local SEO, Social Web oder Bewerbungsmanagement? Hier gibt Thomas Hendele ein paar Tipps, wie man mit Social Media starten sollte. Soziale Netzwerke haben längst Einzug in unseren Alltag gehalten, Statusupdates unserer Freunde begleiten uns vom Frühstückstisch bis ins Bett. Wir teilen unsere Standorte, machen Schnappschüsse vom Lunch und twittern aus dem Urlaub. 76,5% der Deutschen nutzen laut Initiative D21 das Internet, die meiste Zeit davon verbringen wir mit Social Media, wie die comScore- Studie „2013 Future in Focus – Digitales Deutschland„ aus dem März 2013 belegt. Gerade die Gastronomie ist eine Branche, die hier ein enormes Potenzial hat. Diesem steht jedoch der Mangel an Ressourcen gegenüber. Gastronomen haben nicht die Zeit, jedem neuen Hype hinterherzulaufen. Social Media ist aber kein Hype mehr. Social Media ist etabliert und Unternehmen dürfen sich nicht länger vor der digitalen Kommunikation scheuen. Hinter den Kulissen Zunächst sollte man sich die eigene Website genauer anschauen. Sie ist das Herzstück aller Online Marketing- Aktivitäten. Bevor man sich ins „Social-Media-Abenteuer“ stürzt, sollte für eine Website gesorgt werden, die intuitiv zu bedienen ist und alle Informationen bereitstellt, die (potenzielle) Gäste benötigen, um sich für den eigenen Betrieb zu entscheiden. Wer einen News- oder Blog-Bereich einbindet und diesen regelmäßig mit Neuigkeiten pflegt, zeigt Google, dass sich immer mal wieder etwas Neues auf der Seite tut. Eine Website sollte heute zudem „mobil“ sein, d. h. auf allen Endgeräten (ob PC, Tablet oder Smartphone) gleich gut zu lesen und zu bedienen sein. „Laufkundschaft“ holte man früher mit einem Aufsteller auf der Straße ins Restaurant. Gäste von heute greifen zum Smartphone. Danach sollte man sich über die eigenen Ziele im Klaren werden: Welche Unternehmensbereiche sollen durch die Social Media-Aktivitäten unterstützt werden? Welche Zielgruppe soll erreicht werden? Diese und weitere strategische Fragen – die am besten mit einem externen Berater erörtert werden sollten – legen nicht nur fest, welche sozialen Netzwerke sinnvoll sind, sondern bilden später auch den „roten Faden“ für die eigenen Aktivitäten. Danach gilt es die entsprechenden Mitarbeiter für das Web 2.0 fit zu machen. Ob man sie zu Seminaren schickt oder einen Coach ins Haus holt, bleibt jedem selbst überlassen. Für viele Gastronomen ist Facebook das Synonym für Social Media. Dabei werden oftmals Themen wie „Local SEO“, also die lokale Suchmaschinen-Optimierung, sprich: Google+ Local & Co. oder die einschlägigen Bewertungsportale vergessen. Local SEO und Bewertungsmanagement gehört jedoch zur Pflichtaufgabe und ist ebenfalls ein Teil des Social Webs. Mit Hilfe eines Kampagnenplans kann z. B. das nächste Halbjahr geplant werden, ein ÜBER DEN AUTOR THOMAS HENDELE, gelernter Hotelfachmann und Tourismusfachwirt (IHK), blickt auf mehr als 15 Jahre Branchenerfahrung, davon zehn Jahre im Bereich Online Marketing, zurück. Seit 2005 berät er Unternehmen vorrangig aus Hotellerie, Gastronomie und Tourismus darin und begleitet sie auf ihrem Weg ins Social Web. Darüber hinaus hält er Workshops zum Thema, ist Fachreferent und Dozent an diversen Fachschulen sowie in der Erwachsenenbildung tätig. 2010 gründete er some communication. www.some-communication.de Redaktionsplan hilft bei der redaktionellen Planung des Monats. Wie häufig man Beiträge veröffentlicht, hängt u.a. auch von den Ressourcen ab. Hauptsache, man bleibt kontinuierlich dran. Nun gilt es dafür zu sorgen, dass die Gäste von den Social Media Marketing-Aktivitäten erfahren. Schließlich soll es sich herumsprechen, dass der Küchenchef seine neuesten Kreationen im Blog verrät oder man auf Facebook einen Fan-Cocktail gewinnen kann. Und noch ein Tipp zum Schluss: Eine gewisse Affinität muss man schon mitbringen, damit Social Media Marketing erfolgreich wird. Wer an den Gesprächen seiner Kundschaft teilnimmt, über Neues aus dem Haus informiert, einen Blick „hinter die Kulissen“ gewährt, das Team, das Unternehmen vorstellt und die eigene Gäste Teil des Unternehmens werden lässt, zeigt sich und sein Unternehmen von einer sehr menschlichen Seite – und das macht Social Media schließlich aus. 40 24 Stunden Gastlichkeit 6/2014 Foto: Some Communication SOCIAL MEDIA


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