Oranien-Nassau, Moers: Rösten und braten

24_Stunden_Gastlichkeit_06_2014

Rösten und braten Das Oranien-Nassau in Moers begeistert seine Gäste nicht nur mit dem eigenen Kaffee, sondern auch mit einer unkomplizierten, KONZEPT ORANIEN-NASSAU – MOERS Restaurant mit eigener Kaffeerösterei ● Inhaber: Oliver Krach ● Mitarbeiter: 5 ● Plätze: 180 sorgten für 100-jährigen Frieden in der Graf-schaft Prinz Moritz von Oranien-Nassau und machten Moers zur Boomtown. Oliver Krach wollte die Verbindung mit der Stadt deutlich machen: „Schließlich bin ich Ur-Moerser.“ Vormittags, 11 Uhr, mitten in der Woche, ist das Restaurant sehr gut besetzt, die Gäste frühstücken, brunchen: Oranien-Nassau hat sich am Rand der 100.000-Einwohner- Stadt durchgesetzt. Oliver Krach eröffnete es im Juli 2013. Der 43-Jährige hatte Fleischer gelernt, arbeitete in der elterlichen Fahr-schule („daher kennt mich halb Moers“), studierte, landete beim Unternehmen Wies-heu – und beim Kaffee. „Zur Hochzeit be-kamen wir eine Kaffeemaschine, und dann wollten wir ein kleines Café, mit Rösterei“, erinnert er sich. Es wurde ein recht großes Restaurant mit großer Rösterei und viel Kaffee: „Sieben Tonnen Roh-kaffee aus 16 Ländern in aller Welt lagern hier, so kann ich Preis-schwankungen ausgleichen.“ Oliver Krach, seine Frau und viele Freunde machten fast alles selbst, bis hin zu Tischen, Treppen und Menükarten-Tableaus. Äußerst effektiv Das Selbermachen ist geblieben: Pralinen, Kuchen, Schwarzbrot zu den Muscheln, Nudeln, spezielle Oranien-„Cofftails“ – Cocktails mit Kaffee. Den Kaffee verkauft das Haus natürlich auch, und „wir machen jedem seine persönliche Mischung“. In die Küche hat Oliver Krach sich einen anderen „Ur-Bürger“ geholt, den „echten Bottroper“ Stephan Conze, bis 2013 Kü-chenchef bei Sterne-Koch Frank Buchholz in Mainz, einem echten Dortmunder. In der Region ist Stephan Conze, den es auch mal für ein Jahr nach Australien gezogen hatte, u.a. bekannt vom Hackbarth‘s in Oberhau-sen, von der Schwarzdrossel in Schermbeck und vom Raum Eins in Essen. Seine Küche bringt „wenn irgend möglich Regionales auf den Tisch, wir arbeiten da mit den Bauernhöfen in unserer Nachbar-schaft am Niederrhein zusammen“. So stehen auf der angenehm kleinen Speisekarte Currywurst mit Pommes und Haus-gemachte Gulaschsuppe, Krosse Blut-wurst auf Kartoffel-Bohnen-Salat, Hausgemachte Tagliatelle und Unge-wöhnliches wie Lachsfilet unter der Kaffeekruste. Dazu eine umfangrei-che Weinkarte, und zu den hausge-machten Desserts und Kuchen bietet leckeren Küche. ab 8.30 Den Gast des Oranien-Nassau, Res-taurant, Weinbar und Kaffeerösterei, empfängt gleich im Eingang eine glänzende Röstmaschine, flankiert von Sä-cken und Säckchen voller Kaffee. Der Blick in den Gastraum zeigt schwarze Wände, dicke silberne Lüftungsrohre, an einer Säule ein altes Zechentelefon, vor einer schwar-zen Tafel ein Turnpferd aus der Schule und hoch oben an der Wand ein historisches Por-trät. „Das ist Wilhelm der Schweiger, Fürst von Oranien und Vater von Moritz Prinz von Oranien-Nassau, der 1597 Moers und den Niederrhein von den spanischen Be-satzern befreite und unser Schloss wieder aufbaute“, erzählt Hausherr Oliver Krach. Der Prinz und die niederländischen Oranier 24 Stunden Gastlichkeit 6/2014 Foto: Giesen


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