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24_Stunden_Gastlichkeit_06_2014

halten. Auch eine solche Entwicklung zeigt wie dringend es ist, die richtigen Vorausset-zungen für Familien im öffentlichen urbanen Raum zu schaffen. Denn Kinder stören nicht, wenn sie das tun können, was sie ohnehin am liebsten machen, nämlich spielen. Vorreiter Die Familie Steinberg setzt bereits 2001 die Idee zu einer kostenlosen, betreuten Spielstu-be im Hofbräukeller am Wiener Platz um und nimmt somit eine Vorreiterrolle in München ein. Und das bis heute, nicht zuletzt aufgrund der ausgedehnten Betreuungszeiten täglich von 12-20 Uhr und samstags, sonntags so-wie an Feiertagen sogar von 10-20 Uhr. Es gibt andere, wie das Restaurant Kaiser Otto, das seine kostenpflichtige Kinderbetreuung nur an Wochenenden anbietet. Ansonsten ist das Spielzimmer auch dort nutzbar, aber die Eltern kümmern sich dann selbst um ihre Sprösslinge. Im Kinderland des Hofbräukellers basteln, malen oder spielen ein bis zwei Betreuerin-nen mit bis zu 20 Kindern. Die Sorgfaltspflicht bleibt bei den Eltern, d. h. die Betreiber über-nehmen keine Haftung. Das Betreuungs-personal ist übrigens auch befugt, störende Kinder „zurückzugeben“. Der abgegrenzte Spielbereich ist für Kinder bis acht Jahren vorgesehen und mit Bällchenbad, Leseecke und Spielzeug ausgestattet. Im Sommer befindet sich das Kinderland bei schönem Wetter im hinteren Bereich des Biergartens. Gerade an Wochenend- und Feiertagen kön-nen Gäste im Vorfeld für ihre Kinder reservie-ren. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt zwei Stunden; kranke Kinder werden nicht aufgenommen. Außerhalb der Öffnungszei-ten dürfen Kinder nur nach Absprache mit dem Betriebsleiter ins Kinderland. Eltern sind KINDERFREUNDLICHE KONZEPTE dann auch für die Sauberkeit bei Verlassen zuständig. Um den Serviceablauf durch das unweigerlich hohe Kinderaufkommen nicht zu gefährden, sind die Servicemitarbeiter befugt, im Restaurantbereich rennende oder umherlaufende Kinder darauf hinzuweisen, dass sie sich am Tisch aufzuhalten haben. Die Kinderkarte des Hauses bietet Fuss-ball im Baatz (Kartoffelknödel mit Soße) für 2,30 €, Fischstäbchen mit Kartoffelsalat für 4,10 €, Spätzle mit Soße für 3 € oder aber einen „Schnorrerteller“, also einen leeren Teller mit Messer und Gabel zum Mitessen bei den Eltern. www.hofbraeukeller.de Auf Kinder zugeschnitten Im Park Café München wird das Spielzim-mer seit dessen Eröffnung im Februar 2007 täglich genutzt. An den Wochenenden zum Brunch errichtet das Mitarbeiterteam bis zu drei Spielecken, um den Ansturm zu vertei-len. Der Sonntagsbrunch kostet 22,50 € pro Person. Kinder bis sechs Jahre zahlen nichts. Von sieben bis zwölf Jahren zahlen die Kin-der 1 e pro Lebensjahr. Der Brunch findet mit abwechslungsreichen Themen statt wie Rund ums Mittelmeer, kalifornischer Cross-over oder La Cuisine française. Zu Frühstück, Backwaren, Obst, kreativen Hauptspeisen, Salaten, kalten Platten und einem umfang-reichen Dessert-Buffet gibt es Live Musik und Live Cooking. „Zum Sonntagsbrunch kommen ganze ,Familen-Clans‘ mit drei Ge-nerationen und Kind und Kegel. So kann der Anteil an Familien dann schon mal schnell 30 % der Gäste ausmachen“, sagt Christian Lehner, Geschäftsführer des Park Cafés. Eine Kinderbetreuung gibt es hier nicht, da kein Versicherer dafür gefunden werden konn-te. Ein eigener Außenspielplatz gehört auch nicht dazu, aber direkt neben dem Biergar-ten, der sich im Park des alten botanischen Gartens der Stadt befindet, liegt eine große Wiese sowie ein gut ausgestatteter öffentli-cher Spielplatz mit Kletterturm, Riesensand-kasten und Wasserspielpatz. Für 2015 plant der Gastronom eine neue Attraktion für die kleinen Gäste, über die er aber momentan noch nichts Genaueres verraten will. „Kinder sind einfach lauter und wilder als erwach-sene Gäste. Wenn man entsprechend Raum und Angebot zur Verfügung stellt, ist das aber kein Problem. Natürlich muss das An-gebot auf Kinder zugeschnitten sein – von Malsachen bis hin zu eigenem Kunststoffge-schirr.“ Lustig und gleichermaßen praktisch ist hier auch die Idee für die Kinderkarte: Parki‘s Menü ist bunt und die Kinder bzw. Eltern können max. drei Felder ankreuzen, z. B. Schnitzel und Nudeln und Getränk oder Nachspeise. www.parkcafe089.de Society mit Anhang Das Riva Bar Pizzeria in Schwabing ist der Ableger des Riva im Tal: Das 2006 eröffnete Lokal gehört zum stattlichen Portfolio renom-mierter Münchner Gastronomie und Hotels von Rudi Kull und Albert Weinzierl, wie der Brenner Operngrill, die Cortina Bar oder die Bar Centrale. Mit einer Fläche von über KONZEPT HOFBRÄUKELLER – MÜNCHEN Traditionelles bayerisches Wirtshaus mit Biergarten und täglichem betreuten Kinderclub. l Inhaber: Familie Steinberg l Mitarbeiter: 80 l Plätze: 400 (außen), ca. 1.800-2.000 (Biergarten) Die neue PT-Serie Garantiert sparsam www.winterhalter.de/pt-scout Top Performance: brillant, schnell, sparsam


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