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24_Stunden_Gastlichkeit_05_2015

Michael Teodorescu Chefredakteur Ein Geschenk in der Gastronomie. Klar, die fehlenden Deutsch-kenntnisse schränken die Möglichkeiten ein. Aber z. B. in der Küche gibt‘s Bedarf. Aus dieser Not hat auch der Sternekoch Heinz Winkler eine Tugend gemacht, als er einen Flüchtling aus Sierra Leone als Koch-Azubi eingestellt hat. Nun ist er hochzu-frieden und überzeugt: „Wenn Flüchtlinge in unser Land kommen und eine Chance suchen, sollten wir sie ihnen auch geben.“ Dabei wird es auch zum Alltag gehören, dass Ihr Engagement durch abgelehnte Asylanträge, Auf-enthalts- und Arbeitsgenehmigungen ausgebremst wird. Auch wenn nur die Politik diesen arbeitsrecht-lichen Dschungel aus Regelungen und Einschrän-kungen auflösen oder zumindest auflockern kann: lehnen Sie sich bitte nicht zurück und sagen „Staat, mach mal!“ Denn am Ende liegt es an uns allen, dass aus der bisherigen Euphorie ein Glücksfall für uns alle wird. Nutzen Sie – sei es aus herzlichstem Engagement, sei es aus pragmatischem Eigennutz – dieses Geschenk, diese riesige Chance, die sich Ihnen, der gesamten Gastronomiebranche und unserer Gesellschaft bietet! Es tut gut zu sehen, wenn Flüchtlinge mit Essen und Decken am Bahnhof empfangen werden. Und dass mein Facebook von „Refugees Welcome“- Bekundungen überschwappt. Aber Begrüßungsfähnchen schwingen reicht nicht, den Worten müssen Taten folgen. Und das tun sie, gerade in unserer Branche. Hotels stellen ihre Räume als Unterkunft zur Verfügung, Gemeinschaftsverpfleger versorgen hunderte von Flüchtlingen und auch Gastronomen handeln. So haben z. B. in München knapp 50 Wirte eines Viertels die Aktion „Glockenbach hilft“ ins Leben gerufen. Sie spenden einen Teil ihrer Erlöse an das Spendenkonto für Flüchtlinge der Stadt München, wovon etwa Medikamente oder Hygieneartikel gekauft werden. Und das ist ja nur der Anfang! Denn Sie haben das Potenzial, die Flüchtlinge dabei zu unter-stützen, sich in unsere Gesellschaft einzugliedern – indem Sie sie beschäftigen. Und, seien wir ehrlich: Sie haben diese Arbeitskräfte dringend nötig: Laut Bundesagentur für Arbeit blieben im September 2015 rund 40.000 Lehrstellen unbesetzt, viele davon MEINUNG Seit dem 13.12.2014 muss laut der EU-Verordnung Nr. 1169/2011 bei allen losen Produkten und Gerichten, die zum sofortigen Verzehr angeboten werden, über die enthaltenen Allergene informiert werden. Unser Handbuch „Achtung Allergene“ klärt auf!  Fachinformationen Wie gelingt eine übersichtliche Allergenkennzeichnung? Wie sieht ein allumfassendes Allergenmanagement im Betrieb aus? Welche Chancen bietet die neue Lebensmittelinformationsverordnung?  Checklisten  Tipps Umfangreiches Adressenverzeichnis: Welche Unternehmen bieten Unterstützung? Wer liefert was?  Die wichtigsten Unternehmen auf einen Blick E-Paper: 16 €, Printausgabe: 18 € (inkl. MwSt) B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG  Ridlerstr. 37  80339 München  muc@blmedien.de  www.gastroinfoportal.de Fotos: © Coloures-Pic - Fotolia.com; © Les Cunliffe - Fotolia.com


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