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24_Stunden_Gastlichkeit_05_2015

STARTHILFE ERFOLGSFAKTOREN ➙➙ „Ehrliche Arbeit, ehrliche Burger“ ➙➙ Authentisches Ambiente mit unverputzter Wand, Naturmaterialien, Kupfer – stimmig zum Bio-Konzept tikum im Gastronomie-Mittelstand. Ich habe früher zwar Veranstaltungen und Events organisiert, aber das hat rein gar nichts mit einem gastronomischen Betrieb zu tun. Wir haben ein gutes Konzept, eine Marke und alles andere holen wir so nach und nach auf. Ich finde das total spannend, aber man darf dieses Wissen nicht unterschätzen. Wir pro-fessionalisieren unser Geschäft gerade mit guter Software, erfassen z. B. unsere Daten mit Gastro-Cockpit, Warenwirtschaftspro-grammen, oder lernen zum Thema effizi-enter Mitarbeitereinsatz. Wir kommen zwar aus dem Kreativbereich, können eine Marke schaffen und eine tolle Speisekarte kreieren oder einen individuellen Laden einrichten, müssen uns aber auch notgedrungen in The-men wie Buchhaltung und Einkauf einar-beiten. Wir sind immer noch in der Marken- Aufbauphase, gewinnen neue Leute – uns kennt auch noch nicht jeder. Was sind Ihre gastronomischen Vorbilder? Vorbildlich ist für mich alles was mit Slow-food zu tun hat. Die dazugehörige Haltung Produkten und Menschen gegenüber, die Slowfood-Philosophie aus Italien – auch wenn man diese nicht 1:1 auf Burger über-tragen kann. Für mich gehört dazu eine re-duzierte Karte, alles frisch gemacht. Die Zu-taten sollen für sich sprechen. Das haben wir versucht auf ein Burger-Konzept zu übertra-gen. Sprich: Slow Fast Food. Gastronomi-sche Vorbilder im eigentlichen Sinne habe ich nicht. Mir gefallen Leute, die puristisch arbeiten, mit wenigen, aber guten Zutaten. Das kann ein kleiner Imbiss hier um die Ecke sein, aber genauso gut ein super fancy Restaurant auf Island. Wie läuft das Catering? Das Catering-Angebot wird gut angenom-men. Wir haben es erst diesen Sommer ge-startet und es beträgt derzeit 5 bis 10 % des Umsatzes. Wir bereiten hierfür nicht nur Burger zu, sondern bieten auch Tomahawk- Steaks, arbeiten mit einem Smoker, bauen eine Cocktailbar und/oder Saftbar auf, bie-ten Komplettservice und bereiten Salate und Nachspeisen zu. Vegetarische und vegane Burger gehen gerade super. Auch im Unter-nehmensbereich, in dem Veganer auf diese Art ein gleichwertiges Essen bekommen. Hat der neue Burger-Trend das Potenzial zum gesellschaftlichen Phänomen? Ich glaube nicht, dass es sich um ein rein städtisches Phänomen handelt. Ich denke, dass die ganze Lebensmittelindustrie im Umbruch ist. Burger als eines der miesesten KONZEPT HOLY BURGER – MÜNCHEN l Betreiber: Ruben Wester-Ebbinghaus l Betriebe: 2 www.holyburgergrill.de Produkte der letzten 40 Jahre der klassischen Systemgastronomie sind jetzt salonfähig und ein ernstzunehmendes Gericht. Die Leute sind bereit, dafür etwas zu entlohnen. So können wir Fleisch in Bio-Qualität anbieten und unser Personal angemessen bezahlen. Wir sind nur eine Speerspitze in dieser Ent-wicklung, die das Potenzial haben könnte, den gigantischen Burgermarkt umzukrem-peln. Als gesellschaftlichen Wandel betrach-te ich, dass immer mehr sagen, so wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen. Viele wün-schen sich mehr Transparenz, Verzicht auf Aromastoffe oder artgerechte Tierhaltung. Vielen Dank für das Gespräch! F. König WRAPS – das vielseitige Snacking Konzept. Perfekt ausgestattet mit: Grilled Tortillas (30, 25 & 16 cm) Weizentortillas Tomate und Weizentortillas Spinat (30cm) Develey Snack Dressing Develey Hamburger Sauce TABASCO® Saucen Vertriebs-partner für Develey Senf & Feinkost GmbH · D-82001 Unterhaching/München · Tel. 089 61102 - 249 · Fax 089 61102 - 185 · foodservice@develey.de · www.develey-foodservice.de


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