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24_Stunden_Gastlichkeit_02_2014

Michael Teodorescu Chefredakteur R. I. P. Fast Food? MEINUNG Das sind einige der Gründe, die der Focus benannte, als er jüngst über Umsatzrückgänge bei McDonald’s berichtete. Unglückliche Franchise-Nehmer beschwe-ren sich dabei, dass der Burger-Riese wichtige Gastrotrends verpasst habe. Schnell soll es immer noch sein. Aber immer mehr Gäste legen Wert auf eine hohe Qualität ihrer Speisen. Dass sie diese in einem 1-Euro- Burger bezweifeln, kann man ihnen nicht verübeln. Auch die Sehnsucht nach Regionalem spielt hier eine immer größere Rolle. Gastronomen, die auf solche Konzepte setzen, oder Metzgern um die Ecke vertraut man eher, als dem Großkonzern mit Massenproduktion. Und wenn das Essen auch noch vor den eigenen Augen produziert wird, schafft das erst recht Vertrauen – das Erfolgsrezept von Vapiano. Ein Systemer, der schon immer so arbeitet, ist Subway. Hier bereiten die sogenannten Sandwich-Artists die Sandwiches vor den Augen der Gäste zu – schnell und frisch. Und viele vergessen, dass ein anderer Fast-Food-Klassiker nach einem ähnlichen Prinzip entsteht – der Döner. Die Übergänge sind also fließend, die Kategorie „Fast Food“ ist überholt. Schnell? Ja! Gesund? Eventuell. Aber auf jeden Fall transparent zubereitet und von guter Qualität muss „schnelles Essen“ heute sein. Fast Food hat es nicht leicht. Viele denken da an fetttriefende Burger, aus geschmacksarmen Zutaten zubereitet, von unfreundlichen Kassierern in die Tüte gepackt. Dabei bemühen sich die Fast- Food-Ketten ja durchaus um ein gesünderes Image. McDonald’s führte Salate ein, inzwischen auch als Menü-Beilage, und ganz neu wurde das Happy Meal um „eine Portion Frucht“ erweitert. Auch Burger King lässt sich nicht als ungesund abstempeln und nahm jetzt mit den „Satisfries“ eine fettärmere Pommes- Alternative ins Angebot auf – dazu auf Wunsch salz- und zuckerreduzierter Ketchup. Ist schon mal ganz nett. Aber die Konkurrenz schläft nicht. Schließ-lich feiern aktuell immer mehr Burger-Konzepte als Einzelbetriebe oder Kleinst-Franchiseketten große Erfolge – mit klassischem, also „langsamen“ Service, dafür aber mit höherer Produktqualität und ge-schmacklich kreativerem Angebot. Kleine Betriebe haben eben den Vorteil, flexibler zu sein, und z. B. auch veganes Fast Food anzubieten. Auch Bäcker und Fleischer wollen ein Stück vom Kuchen haben und erweitern ihr Angebot um immer vielfältigere Snacks, ja sogar in Supermarktketten findet der hungrige Mittagsesser Sandwiches, Salate & Co. Wir sind auf der Internorga. Sie auch? Besuchen Sie uns in Halle A1, Stand 201 oder Halle B4.EG, Stand 005. Wir freuen uns auf Sie! WER SIND DIE BEST OF MARKET 2014? Wir küren die Sieger am 13. März 2014 in Hamburg! 2014 BEST of Market 3 24 Stunden Gastlichkeit 2/2014


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