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24_Stunden_Gastlichkeit_02_2014

auch der Gemeinderat war begeistert und so gründeten wir einen Aktionskreis.“ Keine Sonntagspredigt Jetzt ist Ulrich Kotzur einmal im Monat der „Zapfer“ vom Dienst. Jeden Sonntag von 20 bis 22 Uhr stehen er oder einer seiner Kollegen am Zapfhahn und sind Ansprechpartner für die Gäste. Allan Boyles, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Restaurants, freut sich über diese Unterstützung. Ohnehin müsse das Personal, etwa 12 bis 15 angestellte Mitarbeiter, der kirchlichen Idee gegenüber offen sein, aber die Zugehörigkeit zur Kirche sei kein Einstellungskriterium, sagt er. Es komme oft vor, dass der Service z. B. auf die Namen der Gerichte angesprochen werde, die nach Heiligen benannt sind, wie „Papst Damasus“ (Geschnetzeltes vom Schweinefilet mit Champignons und Bandnudeln und kleinem Salat, 8,10 e) oder „Benediktiner Suppe“ (Biersuppe mit Kabeljau, Sauerrahm, Parmesan, mit Brot serviert, 4,30 e). „Darauf muss das Servicepersonal dann wenigstens eine Antwort wissen und nicht nur ein Schulterzucken übrig haben“, sagt Allan Boyles. Zudem liegt ein „Heiliges Lexikon“ aus, aber auch andere Bücher und Zeitschriften. Regel* Für die besten Feste! Unentbehrlich für alle, die gerne Gäste verwöhnen wollen. 138 € 149 € Ausfüllen und per Post oder Fax an: (02103) 204 204 Bestellung: _______ Exemplar(e) des Buches „Kleine Köstlichkeiten“ à 138 €* Bestellung: _______ Exemplar(e) des Buches „Tisch-Events mit Genuss“ à 149 €* 24 2/2014 inkl. MwSt., inkl. Versand. Der Preis versteht sich bei Auslandsbestellungen unverzollt und unversteuert. Übersee zzgl. Versandkosten. Preisänderungen vorbehalten. Die Bestellung kann innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z. B. Brief, Fax, E-Mail) oder durch Rücksendung der Ware widerrufen werden. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung. Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung der Ware an die B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG. mäßig finden Lesungen und Konzerte statt, immer kostenlos, denn das kulturelle Angebot soll allen zugänglich sein. „Alle Räume des Restaurants hat der Verein von der Kirche zum marktüblichen Preis gemietet“, erläutert Allan Boyles. „Natürlich soll sich das Restaurant allein tragen. Für die Anfangsinvestition haben wir von der Kirche ein Darlehen bekommen. Inzwischen können wir die monatlichen, laufenden Kosten decken, nur die zusätzlichen noch nicht“, sagt er. Das konsequent umgesetzte Konzept einer bodenständigen Küche mit einfachen, aber durchdachten Gerichten und Getränken, einer puristischen Einrichtung – alles mit der Anmutung eines Klosters – sowie einem Verein, der fest dahinter steht, kommt bei den Gästen an. Die gastronomische Konkurrenz in der Umgebung ist groß, trotzdem hat sich der „Kreuzberger Himmel“ einen Namen gemacht. Expertenrat und Unterstützung erhält der Verein vom Gastronomiefachmann Ingo Schmidt von Groeling, der sie schon anfangs in ihrem Konzept bestärkte. „Ursprünglich hatten wir eher an eine Art Bistro gedacht“, sagt Ulrich Kotzur, „aber noch während der Planungsphase haben wir uns für ein Restaurant entschieden“. Gerade am Abend ist es hier oft so voll, dass man nur mit Glück einen Platz bekommt. Allan Boyles beziffert die Anzahl der Gäste pro Woche mit etwa 1.100. Jedoch hätte er gern während des Tages mehr Gäste: „Am Mittagsangebot müssen wir noch feilen“, sagt er, „Aktuell haben wir je zwei Vorspeisen, Hauptgänge und Desserts auf der Mittagskarte, je eines davon ist der Abendkarte entnommen. Die Mittagskarte wechselt alle zwei Tage.“ Die Ideen für die Gerichte kommen oft aus Kochbüchern von Klöstern, auch die Zutaten müssen ins Konzept passen. Dass man hier auf Convenienceprodukte verzichten will, versteht sich von selbst. Mit dem Wareneinsatz von etwa einem Drittel hatten sie nie ein Problem, so Allan Boyles, „unsere Herausforderung sind die Personalkosten“, sagt er und erklärt: „Wir können nicht die gleiche Gehälter zahlen wie draußen üblich, im negativen Sinne gemeint. Wir richten uns – schon aus moralischen Gründen – nach den Tarifen, obwohl wir nicht tariflich gebunden sind und zahlen damit mehr als die meisten.“ Heike Sievers www.kreuzberger-himmel.de KONZEPT KREUZBERGER HIMMEL - BERLIN Kieztreffpunkt mit Café, Restaurant und kulturellem Anspruch, schlichte, christlich-gefärbte Atmosphäre. l Geschäftsführer: Allan Boyles l Mitarbeiter: 12 - 15 l Durchschnittsbon: 8 - 10 E inkl. Getränk l Plätze: 60 (innen), 30 (außen) ERFOLGSFAKTOREN: ➙➙ Alleinstellungsmerkmal durch Kirchenbezug in gastronomisch stark aufgestelltem Kiez ➙➙ Stimmiges Konzept: Küche, Ambiente, kulturelle Angebote ➙➙ Gutbürgerliche, bodenständige, aber einfallsreiche Gerichte ➙➙ Freundlich-sympathische Atmosphäre B&L MedienGesellschaft mbH & Co. KG Fachbuchversand Max-Volmer-Straße 28 40724 Hilden Name, Vorname Firma Straße/Nr. PLZ/Ort Datum/Firmenstempel und Unterschrift Tel. (02103) 20 40 · Fax (02103) 204 204 info@blmedien.de · www.blmedien.de oder Sie besuchen einfach unseren Internetshop:


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