Schwälbchen berichtet über 2017

Datum 06.03.2018 | Rubrik: de
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In Anbetracht des für  ,Frische'-Hersteller eingeschränkt positiven Branchenumfelds ergab sich auch bei der Schwälbchen Molkerei AG 2017 ein bedingt akzeptabler operativer Geschäftsverlauf. Bei der Schwälbchen Frischdienst GmbH verzeichnete trotz eines zunehmend intensiven Wettbewerbs eine teilkonsolidiert gute Entwicklung.

Das Milchverarbeitungsvolumen verminderte sich leicht um 1,4% auf 131,7 Mio. kg. Daran hatten die Rohstoffanlieferungen der Vertragslandwirte einen unverändert hohen Anteil von 99,5%. Der monatliche Auszahlungspreis an die Landwirte ging stetig nach oben, sodass das Jahresmilchgeld weit über dem Vorjahresniveau lag.

Aufgrund der bis weit in das Frühjahr zu kühlen Witterung stagnierten die Abverkäufe bei vielen Frischeartikeln der Grünen Linie, dem Kaffeegetränk Caffreddo und von Ayran. Die gleichwohl deutliche Umsatzsteigerung um 10,9% auf 94,5 Mio. Euro ermöglichten vor allem das höhere Preisniveau und auch der größere Sortimentsanteil von Produktspezialitäten. Bei der Harzmolkerei GmbH stellte sich mit 5,7 Mio. Euro ein gleichhoher Umsatz ein.

Die Schwälbchen Frischdienst GmbH konnte die Umsätze teilkonsolidiert um 5,8% auf 96,4 Mio. Euro steigern.

Der konsolidierte Gesamtumsatz der Schwälbchen-Gruppe nahm um 7,7% auf 179,4 Mio. Euro zu. Die Beschäftigtenanzahl lag bei jahresdurchschnittlich insgesamt 393 Personen. Die Investitionen hatten ein niedrigeres Volumen von zusammen 2,7 Mio. Euro.

Bei der Schwälbchen AG kam es im Jahresverlauf zu einem spürbaren Rückgang der Rohertragsspanne, da die erreichten Abgabepreiserhöhungen in keinem ausreichenden Verhältnis zum überproportional ansteigenden Rohstoffaufwand standen. Das operative Betriebsergebnis wurde somit von den gestiegenen Rohstoffkosten, aber auch von höheren Energie- und Instandhaltungskosten beeinträchtigt. Nur durch die Beteiligungserträge konnte im Geschäftsjahr 2017 ein noch knapp unter dem Vorjahr liegender Jahresüberschuss von 1,54 Mio. Euro erzielt werden. Auf der Hauptversammlung am 27. April 2018 werden Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn 2017 der AG eine konstante Dividende von 60,0 Cent/Aktie auszuzahlen. Konzernweit resultierte durch den positiven Ergebnisbeitrag der teilkonsolidierten Frischdienst GmbH ein zufrieden stellender Konzernjahresüberschuss von 2,59 Mio. EUR. Die Unternehmensgruppe weist nach wie vor solide Bilanzrelationen mit überaus geordneten Vermögens- und Finanzverhältnissen auf.

Bereits vor dem Jahreswechsel zeichnete sich ab, dass das Jahr 2018 unter schwierigeren Bedingungen verlaufen wird. Zum einen sind die Marktpreise und Verwertungsindizes wichtiger Milcherzeugnisse auf einem deutlich abgesenkten Niveau, zum anderen zeigen die Anlieferungsmengen seit dem letzten Herbst auffällige Zuwachsraten. Für die weitere Marktentwicklung wird es wesentlich auf das Rohstoffaufkommen ankommen wie auch bei einer stagnierenden Inlandsnachfrage die Exportmöglichkeiten große Bedeutung haben.



Quelle: Schwälbchen
Autor: Hoffrichter
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