NGOs zielen auf die Grüne Woche

Datum 11.01.2019 | Rubrik: de
| Kommentare:

Bewertung:
IGW_Logo_Kasten


Die mediale Aufmerksamkeit für Landwirtschafts- und Ernährungsthemen im Umfeld der Internationalen Grünen Woche (IGW) und dem parallel stattfindenden "Global Forum for Food and Agriculture" (GFFA) in Berlin nutzen viele Verbände und Institutionen, um ihre politischen Botschaften breit zu streuen. Insbesondere Nicht-Regierungsorganisationen (NGO) planen den Start ihrer Kampagnen "für eine Agrarwende und gegen Agrarindustrie" gezielt entsprechend des Zeitplans der beiden Veranstaltungen. "Der Stil dieser Kampagnen ist in den letzten Jahren aggressiver geworden. Bewusst werden Empörungswellen ausgelöst, die in den sozialen Medien dann oftmals vom Ton her völlig ausarten. Im Ergebnis mag das den Initiatoren zwar mediale Aufmerksamkeit und massenhaft Klicks in den sozialen Medien bringen. Unter dem Strich werden jedoch alle etwas größeren und moderneren landwirtschaftlichen Familienbetriebe vorverurteilt", stellt Dirk Gieschen, Kommunikationsspezialist und Initiator der Website agrar-trends.de, heraus.

"Die pauschalen Verunglimpfungen werden von einigen der Demonstranten und Internet-Aktivisten nicht differenziert. Nimmt man eine Betriebsgröße von rund 50 Hektar als Abgrenzung, ab der die Kritiker einen "Großbetrieb" vermuten dürften, werden mit den Januar-Kampagnen deutschlandweit und jährlich wiederkehrend derzeit mindestens 85.000 landwirtschaftliche Familien angegriffen. Es widerspricht jeder fachlich-sachlichen und wissenschaftlichen Diskussion, eine so große Bevölkerungsgruppe nur aufgrund einer Betriebsgröße und trotz rechtskonformen Handels derart im öffentlichen Leben an den Pranger zu stellen."

Diese Vorgehensweise bringe die Branche dem gesellschaftlich gewünschten Ziel, die deutsche Landwirtschaft vorrangig in der Hand bäuerlicher Familienbetriebe zu behalten und diese umweltfreundlicher und nachhaltiger weiter zu entwickeln, nicht näher, so Gieschen. "Diese Aktivisten erweisen allen Beteiligten einen Bärendienst. Sie sorgen mit ihren unsachlichen Anklagen für eine ganz schlechte Stimmung und bringen die fachliche Diskussion kaum voran, da sich die Fronten nur verhärten. Der Kampagnen-Stil der Agrarwende-Promotoren ist kein Musterbeispiel für Demokratie- und Diskussionskultur." 



Quelle: GMC Marketing GmbH
Autor: Sossna
Mehr News laden » Lade News