Keine Milch aus Neuseeland

Datum 01.10.2017 | Rubrik: de
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Malmström_Müller

 

Diskutierten über Handelsfragen: EU-Kommissarin Cecilia Malmström und DMK CEO Ingo Müller (Foto: EDA)

 

Der europäische Milchindustrie-Verband (EDA) hat in der vergangenen Woche seine Generalversammlung in Stockholm abgehalten. EDA-Präsident Michel Nalet (Lactalis, F) konnte mit seinem Generalsekretär Alexander Anton Gäste aus der EU und Übersee begrüßen. Höhepunkt der von dem schwedischen Verband perfekt organisierten Veranstaltung war sicherlich die Podiumsdiskussion mit Kommissarin Malström, Handelsbeauftrage für alle Abkommen der EU mit Drittländern, auch für Milcherzeugnisse. 

Ingo Müller (CEO DMK und EDA-Vorstand) sprach die pro und cons von Freihandelsabkommen an. Einerseits sucht die EU erleichterten Marktzugang in Drittländern, andererseits kann sich die EU, ohne entsprechende WTO-Vereinbarung, allen exportstarken Drittländern im Interesse der europäischen Milcherzeuger nicht öffnen. 

Kommissarin Malström ist handelsliberal. Sie schaut nicht auf einzelne Marktsektoren, will das Ganze im Auge behalten. „Geopolitisch ist Neuseeland ein wichtiger Partner“, so ihr Argument, was sicherlich nicht im Interesse der europäischen Landwirte sein wird. 

Sie versprach aber: „Wir schauen uns das an, Freihandel mit Milch mit Neuseeland wird es so nicht geben.“ Zumindest ein positives Signal aus Brüssel, der jahrelange Einsatz hat sich gelohnt, meint der Milchindustrie-Verband, Berlin.

 



Quelle: MIV
Autor: Börgermann
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