Diplomierte Mini-Gärtner

Datum 20.06.2017 | Rubrik: Schulverpflegung | Ort: München
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Minigärtner Renzo
In der Erde buddeln und Pflanzen von Schnecken befreien: So macht lernen Spaß. 15 Kids im Alter zwischen vier und fünf Jahren tollen durch den Garten des Kindergartens in Wang in der Nähe von München. Gleich geht's los: Das neue Hochbeet wird bepflanzt – und die Redaktion gastroinfoportal war dabei.

Seit 2008 unterstützt die Edeka Stiftung deutsche Kindergärten mit dem Gartenprojekt „Gemüsebeete für Kids“. Die Saison 2017 ist in vollem Gang. In der Burg Drachenfels in Wang pflanzen am 19. Juni 2017 Claudia Neumeir und Simon Neidert mit den Vorschulkindern u. a. Brokkoli, Paprika und Blattspinat. Das eingespielte Duo absolviert mehrere Termine pro Woche. Denn die Nachfrage an dem Langzeitprojekt wächst kontinuierlich: Rund 1.850 Kindergärten und Kitas nehmen diese Saison teil. Seit 2008 wurden 2.750 Hochbeete angelegt. Seit April sind die Teams in ganz Deutschland unterwegs, um dem Nachwuchs das Gärtnern nahezubringen. Insgesamt finden zwischen April und Juni 1.833 Aktionen mit insgesamt 180.000 Kindergarten- und Kitakindern statt.
 
Die Hochbeete und die notwendigen Materialen wie Erde, Setzlinge, Saatgut sowie Schürzen und Gießkannen werden dabei von der Edeka Stiftung bereitgestellt. Spielerisch sollen die Kinder lernen, dass ihr tägliches Essen nicht im Supermarkt wächst. „Das Wissen über unsere Nahrung und ihre Herkunft sollen frühzeitig und kindgerecht gefördert werden. So wird eine solide Grundlage für eine bewusstere Ernährung gelegt“, betont Markus Mosa, Vorstand der Edeka Stiftung.

Simon Neidert bereitet das Hochbeet für die Kids vor (Foto: ren)

Spielerisch vermitteln die Projektbetreuer, dass Regenwürmer den Pflanzen im Gegensatz z. B. zu Schnecken nicht schaden. Nach der Theorie folgt die Praxis: Die Kids buddeln die „Babypflanzen“ ein und gießen sie. Staunend werden die Finger in die Erde gesteckt, um den Feuchtigkeitsgehalt zu checken. Bleibt die Erde kleben, ist alles gut, erklärt Simon Neidert. Als Anerkennung erhalten die Kinder im Anschluss je eine Auszeichnung: Es gibt jetzt 16 neue diplomierte Mini-Gärtner.

Doch mit der Aktion ist das Projekt längst nicht abgeschlossen. Die Kinder pflegen die Pflanzen in den kommenden Wochen – und ernten schließlich im Sommer Radieschen, Karotten, Gurken, Salat und Co. Die Produkte werden dann in der Küche der Mittagsbetreuung verwertet. So lernen die Kinder, woher das Gemüse auf ihrem Teller kommt und lernen darüber hinaus Verantwortungsbewusstsein und einen Bezug zu einer gesunden Ernährung. Edeka-Mitarbeiter fungieren als Paten und begleiten die langfristig angelegten Projekte: Sie helfen den Mini-Gärtnern bei der Anpflanzung und gießen auch mal am Wochenende.

Ziel von „Gemüsebeete für Kids“ ist es, die Ernährungskompetenz und das Verantwortungsbewusstsein von Kindern schon früh zu stärken. Seit 2013 bringt die Edeka Stiftung auch Grundschülern gesunde Ernährung nahe: „Mehr bewegen – besser essen“ heißt das Konzept, das Projekttage für 3. und 4. Klassen anbietet. Neben der Ernährung spielen hier auch Sport und Umweltbewusstsein eine Rolle. Für Schüler der 7. und 8. Klassen wurde Ende 2016 zudem das Projekt „Fit für mein Leben“ eingeführt, das sie ermutigt, Verantwortung für sich selbst und ihre Umwelt zu übernehmen.



Quelle: Inhalt & Fotos: ren / B & L Medien
Autor: ren / Redaktion first class
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