So möchte die Branche arbeiten

Datum 27.04.2017 | Rubrik: Gastronomie | Ort: München
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Rund 40.000 Betriebe in Bayern mit mehr als 400.000 Beschäftigten haben jeden Tag damit zu kämpfen, dass die tägliche Höchstarbeitszeit von acht Stunden nichts mehr mit der Realität zu tun hat. Das Arbeitszeitgesetz sieht schließlich eine tägliche Regelarbeitszeit von acht Stunden vor, die auf maximal zehn Stunden verlängert werden kann. Allerdings nur, wenn innerhalb eines halben Jahres ein entsprechender Ausgleich erfolgt.
 
Haben Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungen, werden die Arbeitsstunden aus allen Beschäftigungen zusammengezählt. Eine Regelung, die mit der Lebenswirklichkeit nicht mehr viel zu tun hat. Flexibel auf Gästewünsche eingehen, den krankheitsbedingten Ausfall von Mitarbeitern abfangen oder auf Saisonspitzen reagieren wird damit mitunter zum unlösbaren Problem.
 
Die Kampagne „So möchte ich arbeiten! Mehr Flexibilität in der Arbeitszeit“ soll nun Abhilfe schaffen. Gemeinsam mit 31 Mitgliedsverbänden, darunter der Dehoga Bayern, will die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw) das Arbeitszeitvolumen nicht erhöhen, sondern flexibel gestalten. Als Vorbild dient die wöchentliche Höchstarbeitszeit, wie sie die EU-Arbeitszeitrichtlinie vorsieht. „Die Begrenzung der täglichen Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden ist nicht mehr zeitgemäß. Stattdessen muss der Spielraum der Europäischen Richtlinie ausgeschöpft werden, die eine wochenbezogene Betrachtung und eine Wochenarbeitszeit von durchschnittlich maximal 48 Stunden vorsieht. Beschäftigte und Betriebe gewinnen dadurch Flexibilität bei der Verteilung der Arbeitszeit“, erklärt vbw-Präsident Alfred Gaffal zum Auftakt der Kampagne.
 
 


Quelle: Vereinigung Bayerische Wirtschaft e. V.; Foto: colourbox.de
Autor: jel/ Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
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