Label „whatsEat“

Datum 10.04.2017 | Rubrik: Schulverpflegung | Ort: Fulda
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Whatseat
Welche gekühlten oder tiefgefrorenen Lebensmittelprodukte sich für eine gute Schulverpflegung eignen, soll künftig anhand des Markenzeichens "whatsEat - Gute Schul-Catering-Produkte" schnell zu erkennen sein. Das Wissenschaftliche Zentrum für Catering, Management und Kulinaristik (ZCMK) an der Hochschule Fulda hat dieses erste Label für gute Schul-Catering-Produkte entwickelt.

Es zeichnet Lebensmittelprodukte aus, die einen für Kinder und Jugendliche günstigen Energie- und Nährstoffgehalt aufweisen, in Großküchen einfach zu verarbeiten sind und bei den Schülern gut ankommen. Getestet werden einzelne Komponenten wie frische Obstsalate, die entweder miteinander kombiniert werden oder frische Produkte ergänzen können, aber auch komplette Menüs wie Gemüselasagne oder Quinoa-Gemüse-Pfanne mit Süßkartoffeln und Ananas.

Das Markenzeichen basiert auf den Erkenntnissen mehrjähriger Forschungsarbeit des ZCMK zur Schulverpflegung und soll Mensabetreibern und Schul-Caterern die Auswahl aus der Fülle an Convenience-Produkten erleichtern. Die Wissenschaftler planen, einen Baukasten mit kompletten Menüs und Komponenten zu entwickeln, aus denen ein mehrwöchiger Speiseplan zusammensetzbar ist.
 
Dreistufiges Zertifizierungsverfahren

Zertifiziert werden Produkte, die ein dreistufiges Verfahren erfolgreich durchlaufen und sich für die Ernährung von Kindern und Jugendlichen und damit für die Schulverpflegung als besonders geeignet erweisen. Für drei Jahre können sie das Markenzeichen "whatsEat - Gute Schul-Catering-Produkte" tragen.

Bewertet werden im ersten Schritt die Produktmerkmale:

Wie sieht der Energie- und Nährstoffgehalt aus?

Welche Lebensmittelzusatzstoffe sind enthalten?

Wie steht es um die Genussqualität?

Die Ergebnisse dieser Prüfungen fließen zu 38 % in die Endnote ein. In der zweiten Bewertungsstufe untersuchen die Wissenschaftler, wie schnell und einfach sich das Produkt in der Gemeinschaftsverpflegung verarbeiten lässt. So prüfen sie anhand der Regenerationsempfehlungen etwa Handhabbarkeit, Temperatur, Portionsgrößen, Haltbarkeit und Hygiene. 12 % des Gesamtergebnisses macht das aus. Im dritten Schritt schließlich testen rund 100 Schüler das Produkt aus geschmacklicher Sicht in ihrer Schulmensa. Das Ergebnis dieses Akzeptanztests fließt zu 50 % in die Gesamtbewertung ein.

www.hs-fulda.de


Quelle: Hochschule Fulda, Foto: obs/Hochschule Fulda/Grafik: Reinhilde Binsteiner
Autor: mak/Redaktion Gastroinfoportal
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