Aus der Branche

Datum 23.03.2017 | Rubrik: Management | Ort: Berlin
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DehogaArbeitszeit
Das Arbeitszeitgesetz schränkt die Branche des Gastgewerbes ein. So sind z. B. Mitarbeiter, die gerne länger, aber dafür an weniger Arbeitstagen arbeiten wollen, betroffen. Ebenso Nebenbeschäftigte, die sich freiwillig etwas hinzuverdienen wollen. Auch der Dehoga Bundesverband hält die starre tägliche Höchstarbeitszeit im geltenden Arbeitszeitgesetz von regelmäßig acht, im Ausnahmefall zehn Stunden für nicht mehr zeitgemäß. Er macht sich deshalb stark für eine Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit. So könnten Arbeitszeiten individuell und flexibel auf die Woche verteilt werden, ohne die Gesamtarbeitszeit zu verlängern.
 
Die Konsequenzen
Denn das Ergebnis einer bundesweiten Branchenumfrage, an der sich 6.071 Betriebe beteiligt haben, ist eindeutig: 54,2 % der Betriebe aus Gastronomie und Hotellerie haben seit 2015 wegen des Arbeitszeitgesetzes ihre Öffnungszeiten reduziert. Zudem haben 50,4 % der Betriebe ihr Leistungsangebot, d. h. Küchenzeiten, Speiseauswahl oder Veranstaltungen, eingeschränkt. Ergänzend haben 32,5 % ihre Ruhetage erhöht.
Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes, fordert deshalb: „Es geht nicht um mehr Arbeit, sondern um eine bessere Verteilung der Arbeitszeit. Gesundheitsschutz, Jugendarbeitsschutz und Mindestruhezeiten bleiben gewahrt. Aber die Zahlen untermauern dramatisch, wie sehr das starre Arbeitszeitkorsett dem Gastgeber-Standort schadet.“
 
Die Kampagne
Passend zu der Forderung startete jetzt die Branche-Kampagne „Höchste Zeit für Wochenarbeitszeit“. Im Zentrum stehen dabei authentische Gesichter und Geschichten. Arbeitgeber und Mitarbeiter schildern konkret, praxisnah und zum Teil auch Hand in Hand, wie sie das Arbeitszeitgesetz einschränkt. Der Präsident erklärt: „Es ist keine Kampagne über die Branche, es ist eine Kampagne aus der Branche heraus.“

 

www.wochen-arbeitszeit.de



Quelle: Inhalt und Bild: Dehoga Bundesverband
Autor: jel/gastroinfoportal
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