Pop-Up mit Spitzensommelier Nitzsche

Datum 23.09.2016 | Rubrik: Wein | Ort: Dresden
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Spitzensommelier Silvio Nitzsche stellt seine bestehende Bar „Weinpinte” zur Verfügung. Die Ware kommt vom Weinhandel Schlumberger, der die Grundkosten der Weinbar übernimmt. Gemeinsam geben sie Menschen, die gerne eine Weinbar gründen möchten, die Möglichkeit, ihren Traum mit Netz und doppeltem Boden in einer etablierten Weinbar zu testen. Auf Probe, ohne Risiko, Druck und Kinderkrankheiten, dafür aber mit voller Absicherung: Die Projektveranstalter stellen den kompletten Rahmen bereit, kümmern sich um den Einkauf, die Müllentsorgung und die Unterbringung der Hospitanten aus aller Welt. Diese zahlen keine Pacht, sondern bekommen das, was sie erwirtschaften, ausgezahlt. Außerdem können sie jederzeit auf das Know-how und das langjährige Netzwerk Nitzsches zurückgreifen.

Weinbar im Pop-Up-Konzept
Das Projekt ist ganz bewusst nicht nur der Erfüllung von Kindheitsträumen geschuldet, sondern gilt auch als Testlauf. „Momentan wollen so viele Sommeliers eine Weinbar gründen, das Thema ist wahnsinnig trendy“, erklärt Nitzsche. „Aber nicht jeder macht sich eine Vorstellung davon, was es bedeutet, jeden Abend in einem Laden zu stehen und auch mal drei Tage lang keinen Gast zu Gesicht zu bekommen. Wir geben den Leuten die Möglichkeit, den Ernstfall drei Monate lang zu proben, ohne selbst schon investieren zu müssen und sich vielleicht auf Lebenszeit zu verschulden.“ Dabei verfolgt Silvio Nitzsche eine Vision: „Ich wünsche mir, dass in zehn Jahren mindestens fünf unserer Weinpinte-Absolventen herausragende Weinbars auf der ganzen Welt eröffnet haben.“

Die Idee zu dem Projekt kam Silvio Nitzsche, als er die Weinpinte von seiner Frau übernommen hatte und überlegte, was er mit dem Lokal in der Dresdner Neustadt anstellen sollte. Selbst betreiben? Einem Kollegen anbieten? „Und dann kam mir in den Kopf: Wieso nicht anderen Menschen die Möglichkeit geben, ihr Weinbarprojekt zu testen?“ Schnell war Schlumberger als Partner mit an Bord, das Unternehmen stellt vom einfachen Sauvignon Blanc für 5 € bis zum Roederer Cristal die komplette, 1.200 Positionen aus der ganzen Welt umfassende Karte zur Verfügung.


Foto: Die Weinpinte in Dresden wird von Spitzensommelier Silvio Nitzsche geführt, der nun ein Pop-Up-Konzept anbietet. 

Mayra Castillo und Anne Alvero
Noch bis Ende Oktober haben Mayra Castillo und Anne Alvero aus San Francisco die Zügel in der Hand. Die beiden Frauen arbeiteten als Köchin und Maître im Kultrestaurant „Out the Door”, bevor sie sich entschlossen, für das Abenteuer ihres Lebens für drei Monate nach Dresden zu ziehen. „Beide sprechen kein Wort Deutsch, aber das macht gar nichts“, sagt Nitzsche. „Sie sind so verrückt, offen und lebendig, das funktioniert super.“ Im November wird die Weinpinte von Jana Hering übernommen. Hering, die zuvor viele Jahre in der Topgastronomie auf Sylt tätig war, geht mit einem ruhigen Konzept an den Start und bildet so einen Kontrapunkt zu den extrovertierten Amerikanerinnen. Ab Februar 2017 steht ein Mitglied der Sommelier-Union hinter der Theke der Weinpinte.

2017 geht das Projekt in die zweite Runde. Jeder, der gerne einmal eine Weinbar führen möchte, kann sich bewerben.




weinpinte.wordpress.com



Quelle: Weinpinte; Fotos: Weinpinte, Facebook, 23.09.2016
Autor: lau/Redaktion Gastroinfoportal
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