Wie Essen wir morgen?

Datum 04.02.2014 | Rubrik: Literatur
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TREND UPDATE
Frankfurt/Main. Lebensmittel-Skandale rütteln am Selbstverständnis. Was soll ich kaufen? Bio oder Fair? Ist Fleisch überhaupt noch ess- und vertretbar? Wem können wir noch Vertrauen schenken und was können wir überhaupt noch mit ruhigem Gewissen essen? Trends und Vorlieben ändern sich stetig. Im New Yorker Restaurant „Eat“ beispielsweise darf während der „silent meals“ nicht am Tisch gesprochen werden. Das Motto „shut up and eat“ hat das Restaurant zu einem der angesagtesten Adressen der Stadt gemacht. Wer es nicht schafft, während des Essens zu schweigen, wird samt Menü vor die Tür gesetzt. Hanni Rützler, Food Expertin über die sechs wichtigsten Trends der kommenden Monate für die Lebensmittelbranche. Sie rät Lebensmittelhändlern und Gastronomen, ihre Kunden sprichwörtlich mehr an die Hand zu nehmen und die Rolle des Kurators einzunehmen. Eine Vorauswahl für die Kunden zu treffen, bedeute Zeitersparnis und erzeuge Sicherheit für den Kunden. Restaurants können zum Beispiel ihre Speisekarten dadurch kuratieren, dass sie vor die vegetarischen Gerichte das Symbol einer Karotte drucken und Speisen für Allergiker ausweisen. Das ist nicht nur sympathisch, sondern erleichtert die Auswahl allgemein. Ein übermäßiges Warenangebot wird zur Gefahr. Die Konzentration des Angebots auf die richtigen Produkte erzeuge dringend notwendiges Vertrauen. Fleisch wird zum Problemthema. Immer mehr Menschen verzichten darauf. „Richtig essen - ideologiefrei“ umschreibt den neuen Konsumtypus des Flexitatiers. Der Trend zum „Teilzeitvegetarier“ eröffnet Gastronomen, Handel und Lebensmittelindustrie neue Alternativen. Ein zunehmendes Umdenken bei den Verbrauchern führt dazu , dass immer mehr Menschen ihr Essen mit Nachbarn teilen, dieses ihnen vor dem Urlaub geben, überschüssige Lebensmittel verteilen oder sich zum gemeinsamen Kochen verabreden, um Ressourcen zu sparen. Den Küchenchefs von morgen rät Food-Expertin Hanni Rützler, sich selbst als Vorhaben, als Unternehmen, als gestaltende Kraft zu inszenieren. In Zukunft  gehe es um die meisterliche Inszenierung des Gerichts sowie die Verknüpfung zwischen dem Ausgangsprodukt, dem Koch und dem Gast. Fragen und Probleme die im aktuellen Monatsmagazin des Zukunftsinstituts TREND UPDATE  „Wie wir morgen essen werden“, beleuchtet werden.

Quelle: Zukunftsinstitut GmbH
Autor: mp,RbB
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