Nicht ohne uns

Datum 18.05.2018 | Rubrik: Verbände | Ort: Bonn/Kiel
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Acht Tier- bzw. Umweltschutzorganisationen haben sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung dagegen ausgesprochen, dass die aktuellen Kriterien der Initiative Tierwohl die Eingangsstufe des geplanten staatlichen Tierwohllabels bilden.

Dazu sagt Dr. Alexander Hinrichs, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl: „Es ist legitim, dass Tierschutzorganisationen auf sich aufmerksam machen möchten. In diesem Fall werden jedoch Eulen nach Athen getragen. Denn längst ist klar, dass die Eingangsstufe des geplanten dreistufigen staatlichen Tierwohllabels nicht den aktuellen, sondern weiterentwickelten Kriterien der Initiative Tierwohl entsprechen sollen. Die Bereitschaft zu dieser Weiterentwicklung haben wir bereits gegenüber Bundesministerin Julia Klöckner erklärt. Ebenso klar ist aber, dass eine Eingangsstufe nur durch das einmalige Netzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette Fleisch, das durch die Initiative Tierwohl geschaffen wurde, breitenwirksam umgesetzt werden kann.“

Die Initiative Tierwohl fördert aktuell über 6.200 landwirtschaftliche Betriebe, die zweimal jährlich überprüft werden und einen festgeschriebenen Kriterienkatalog umsetzen, dessen Kriterien allesamt nachweislich über dem gesetzlichen Mindestmaß liegen. So profitieren jährlich 597 Millionen Schweine, Hähnchen und Puten von der Initiative Tierwohl. Sie ist, wie die Studie „Tierwohl in der Nutztierhaltung – Standards und Perspektiven“ der Verbraucher Initiative unlängst gezeigt hat, neben den Bio-Zeichen das einzige marktrelevante System im Bereich Tierwohl in der Nutztierhaltung.

„Die Initiative Tierwohl ist von Anfang an als dynamisches System aufgesetzt worden, dessen Ziel ein breitenwirksamer Veränderungsprozess ist“, so Alexander Hinrichs weiter. „Die Initiative Tierwohl geht kleine, aber nachhaltige Schritte in Richtung mehr Tierwohl, da nur so ein großer Teil der landwirtschaftlichen Betriebe die Entwicklung mitgehen kann. Das gilt auch für die Weiterentwicklung der Kriterien.“ Eine Weiterentwicklung, die der Eingangsstufe eines staatlichen Labels entspricht, sei nur konsequent.
www.initiative-tierwohl.de

Acht Organisationen aus Tier- und Umweltschutz hatten gemeinsam Stellung zur Haltungskennzeichnung von Fleisch bezogen: Die derzeit gültigen Kriterien der Initiative Tierwohl (ITW) lägen kaum über dem gesetzlichen Mindeststandard; eine eigene Kennzeichnungsstufe nach ITW-Kriterien sei daher nicht zu rechtfertigen. Sie führe Verbraucher in die Irre, kritisieren die Organisationen Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, Bundesverband Tierschutz, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Bund gegen Missbrauch der Tiere, Deutscher Tierschutzbund, Greenpeace Deutschland, Provieh sowie Vier Pfoten.
www.provieh.de



Foto & Quellen: Initiative Tierwohl/Provieh



Autor: chb/FleischNet.de
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