Danish Crown steigert Gewinn

Datum 18.05.2018 | Rubrik: Unternehmen & Strategien | Ort: Randers (DK)
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Schweine Dänemark

Der globale Markt für Schweinefleisch stand in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 unter Druck und die Preise sanken. Dennoch konnte Danish Crown den Gewinn vor Sonderposten um 1,5 % von 1.026 auf 1.041 Mio. DKK erhöhen.

 

„Das ist eine Bilanz, mit der wir im Allgemeinen zufrieden sein dürfen. Wir verzeichnen in unseren Veredelungsunternehmen ganz allgemein ein Wachstum. Sokolow ist in Polen erfolgreich, die Tulip Food Company hat auf den Exportmärkten gut Fuß gefasst und Tulip Ltd. ist auf dem richtigen Weg. Das heißt, dass die drei Veredelungsunternehmen insgesamt ein Halbjahresergebnis vorweisen, das um 171 Mio. DKK über dem Ergebnis des Vergleichszeitraums im Vorjahr liegt“, sagt Jais Valeur, Group CEO von Danish Crown.

 

Der Konzern steigerte die Schweineschlachtung in Dänemark um 1,5 %. Das ist weniger als erwartet, aber weiterhin eine positive Entwicklung in Zeiten, in denen die Schweinefleischpreise stark unter Druck stehen. Die durchschnittliche Notierung pro kg lag in diesem Zeitraum um 0,76 DKK unter der Notierung des Vorjahrs.

 

„Dieser Absturz, den unsere Eigentümer in ihren laufenden Abrechnungen verzeichnen mussten, ist sehr ärgerlich, zumal die Nachfrage nach unseren Waren eigentlich sehr hoch ist. Das ist vor allem auf den niedrigen Dollarkurs zurückzuführen, der unsere Erträge aus dem Export nach Asien schmälert und unseren amerikanischen Mitbewerbern in China, Japan und Südostasien einen Vorteil verschafft,“ erklärt Jais Valeur.

 
Ein Verkauf, drei Übernahmen
Der Umsatz ging von 30,7 auf 30,1 Mrd. DKK zurück. Der Grund dafür ist der Verkauf des Unternehmens Plumrose in den USA, das im Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Umsatz von 1,7 Mrd. DKK erzielte. Dies konnte jedoch durch die Übernahmen des Foodserviceunternehmens Overberg in Südafrika, des in Spanien und Südamerika tätigen Organveredelungsunternehmens Agrimares sowie des dänischen Salamispezialisten DK-Foods am Ende des Halbjahres zum Teil wettgemacht werden.

 

Danish Crowns Organveredelungsunternehmen DAT-Schaub ist im Bereich Naturdärme für die Wurstproduktion tätig und erzielte in einem sehr guten Halbjahr sowohl Umsatz- als auch Gewinnzuwächse. Jais Valeur: „Die Kombination einer globalen Vertriebsorganisation mit einem effizienten Produktions-Setup zeitigt Ergebnisse und stärkt das Vertrauen in unsere strategische Zielsetzung, bis Ende 2021 zum Weltmarktführer für Naturdärme zu werden. Das Geschäft wurde bereits durch Tätigkeiten in Spanien und Südamerika und zusätzliche Produktionseinrichtungen in China erweitert und liegt auf Kurs.“

In Großbritannien bekam Tulip Ltd. seit dem Jahreswechsel eine nachlassende Nachfrage im stark unter Druck stehenden Lebensmittelhandel zu spüren. Damit erfuhr der Turnaround-Prozess, an dem seit Herbst 2016 intensiv gearbeitet wurde, einen herben Rückschlag. Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen zur Erhöhung des Absatzes von Tulip Ltd. wurde dieser Entwicklung gegengesteuert.

Die Preise auf dänisches Rindfleisch sind gestiegen. Der durchschnittliche Abrechnungspreis pro kg liegt um ca. 10 % über dem des Vorjahres. Negativ wirken sich auf den Gewinn von Danish Crown Beef jedoch der generelle Rückgang der Anzahl geschlachteter Rinder in Dänemark und ein hart umkämpfter Rindfleischmarkt in Deutschland aus.
www.danishcrown.de


Foto: B&L-Archiv



Quelle: Danish Crown
Autor: chb/FleischNet.de
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