Mit Bedacht, aber schnell

Datum 17.05.2018 | Rubrik: Unternehmen & Strategien | Ort: Bonn
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ASP Warnschild

Rund 90 % des im deutschen Lebensmitteleinzelhandel angebotenen Schweinefleisches stammt von QS-zertifizierten Betrieben. Im Fall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) wird das Prüfsystem QS nach eigenen Angaben mit Bedacht vorgehen und in begrenztem Umfang unterstützen.

 

• Keulung und Einrichtung von Restriktionsgebieten: Dringt das ASP-Virus in einen Schweinebetrieb ein, wird der gesamte Bestand auf Anweisung der zuständigen Behörden vorsorglich gekeult, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Fleisch von diesen Tieren wird nicht in den Verkehr gebracht und schadlos beseitigt. Außerdem werden ein Sperrbezirk sowie ein Beobachtungsgebiet um den Seuchenbetrieb eingerichtet. Auch fur den Fall, dass die ASP bei Wildschweinen festgestellt wird, werden von den zustündigen Behörden Restriktionsgebiete ausgewiesen.

 

• Aussetzung von QS-Audits in Restriktionsgebieten: Die Auditierungen von Schweine haltenden Betrieben im QS-System sowie der Initiative Tierwohl, die in betroffenen Gebieten liegen, wird zunächst ausgesetzt. Die Lieferberechtigung der Betriebe wird jedoch aufrechterhalten. Abhängig vom weiteren Seuchenverlauf prüft QS individuell den Zeitraum der Aussetzung der Audits.

 

• Schnelle Identifizierung von Kontaktbetrieben: Über die QS-Datenbank kann zügig geklärt werden, welcher Auditor in einer bestimmten Region unterwegs war und welche Betriebe er auditiert hat. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung von Kontaktbetrieben.

 

• Vermarktung von Fleisch aus Restriktionsgebieten möglich: Der Schweinebestand aus Betrieben, die in dem Restriktionsgebiet liegen, aber nicht von der ASP betroffen sind, wird nicht gekeult. Eine Verbringung dieser Schweine ist grundsätzlich weiterhin möglich, aber an definierte Auflagen gebunden. Dazu gehört z. B. eine gründliche virologische Untersuchung durch den Tierarzt. Werden die Tiere zur Schlachtung freigegeben, bestehen keine weiteren Einschränkungen. Das Fleisch kann wie üblich vermarktet werden.

 

• Schnelles Handeln in Ereignis- und Krisenfällen: Qualitätssicherung ist die beste Krisenprävention. Sollte es trotzdem zu Ereignissen oder gar Krisen kommen, ist schnelles und zielgerichtetes Handeln gefragt. Dafur hat QS das Ereignis- und Krisenmanagement eingeführt. Auf operativer und kommunikativer Ebene unterstützt das Prüfsystem seine Systempartner aktiv bei der Bewältigung von Krisensituationen.

24-Stunden-Notfallnummer: +49 (0228) 35068-288

E-Mail: ereignisfall@q-s.de

 

 

Foto & Quelle: QS Qualität und Sicherheit



Autor: chb/FleischNet.de
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