Für mehr Klarheit auf der Speisekarte

Datum 11.10.2017 | Rubrik: Food | Ort: Berlin
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Im Supermarkt ist die Herkunftskennzeichnung von Geflügelfleisch selbstverständlich, nicht aber in Restaurants: Dort können Gäste nicht nachvollziehen, woher ihr Fleisch kommt.
 
Dass die große Mehrheit der deutschen Verbraucher die fehlende Klarheit auf der Speisekarte bemängelt, zeigt eine aktuelle repräsentative Bevölkerungsumfrage von Kantar Emnid. 70 % der Befragten geben an, mit den mangelnden Informationen unzufrieden oder sehr unzufrieden zu sein. Zugleich zeigen sie eine deutliche Bereitschaft, für Geflügelfleisch aus Ländern mit hohen Haltungsstandards einen höheren Preis zu bezahlen. Für 74 % der Befragten ist bei der Entscheidung für ein Geflügelgericht das Kriterium Herkunftsland sogar wichtiger als der Preis. 79 % würden für Geflügel aus Deutschland – sofern in der Gastronomie entsprechend gekennzeichnet – mehr Geld ausgeben.
Das Recht der Verbraucher auf Information unterstützt die deutsche Geflügelwirtschaft mit einer Online-Petition und einer Info-Tour durch elf deutsche Großstädte. „Als deutsche Geflügelwirtschaft möchten wir, dass das wichtige Verbraucherrecht auf Information erfüllt wird und dass man unsere hohen Standards auch erkennen kann“, sagt ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke.

Gut fürs Geschäft
Erfolgreicher Auftakt der Info-Tour war am Montag (09. Oktober) in Berlin. In den kommenden Tagen führt die Tour u. a. durch München, Stuttgart, Köln und Hamburg, wo die Bürger die Initiative aktiv per Unterschrift unterstützen können. Zusätzlich werben Köche und Restaurantbetreiber, die bei der Kennzeichnung der Herkunft des Geflügelfleisches bereits freiwillig vorangehen, auf Großflächenplakaten und in Zeitungsanzeigen für die Initiative. „Aus zahlreichen Gesprächen mit meinen Gästen weiß ich: Die Herkunft des Fleisches ist ein wichtiges Thema“, sagt Roland Piechoczek, Betreiber des Kölner Restaurants „Rock Pit“. Da Nachfragen zum Herkunftsland bei ihm an der Tagesordnung sind, hat er sich entschieden, die Herkunft direkt in der Speisekarte auszuweisen. Er ist überzeugt davon, dass sich weitere Gastronomen der Initiative für eine Herkunftskennzeichnung anschließen werden. Warum? Ganz einfach: „Weil es die Gäste zufrieden macht – und das ist gut fürs Geschäft.“


Quelle: Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft; Foto: colourbox.de
Autor: jel/Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
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