Work-Life-Balance: 5 Thesen

Datum 14.08.2017 | Rubrik: Management | Ort: Hamburg
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In der Start-up-Szene sind die Begriffe „Always-on“, „work hard, play hard“ und „24/7“ nicht neu. Doch wie zeitgemäß ist diese Arbeitseinstellung noch? Gastrofix-CEO Dirk Owerfeldt (Foto) formuliert fünf Thesen zur Work-Life-Balance in der Start-up-Szene:
 
1. Es macht doch keinen Sinn, die motivierten, hochqualifizierten Mitarbeiter durch 14-Stunden-Tage regelrecht auszupressen. Stattdessen sollten Start-ups, die langfristig erfolgreich sein wollen, schon in der Gründungsphase darauf achten, einen geregelten Arbeitstag für möglichst viele Mitarbeiter zu etablieren – und das Thema Work-Life-Balance endlich ernst nehmen. Natürlich ist mir bewusst, dass das gerade in jungen Unternehmen nicht immer einfach ist. Trotzdem sollten Überstunden grundsätzlich eher die Ausnahme und nicht die Regel sein.

2. Ich finde es bemerkenswert, dass das Thema Burnout ausgerechnet in der Start-up-Szene so vehement tabuisiert wird. Hier wird nach dem Motto Start-upper kennen keinen Schmerz gelebt. Das ist Quatsch und muss endlich aufhören.

3. Kickertische, Swimming Pool oder Schlafkojen: Viele hippe Start-ups verfolgen mit derartigen Feelgood-Maßnahmen die fragwürdige Strategie, Arbeit und Freizeit ihrer Mitarbeiter zu verschmelzen. In unseren Büros haben wir bewusst darauf verzichtet. Stattdessen sollen die Kollegen hier konzentriert, selbstbestimmt und verantwortungsvoll arbeiten – und dann gefälligst nach Hause gehen und abschalten.

4. Ich kenne Gründer, die arbeiten quasi in Schichten: Einer kommt um 8 Uhr, motzt jeden an, der später kommt – und geht früher. Ein anderer kommt um 10 oder 11 Uhr und fragt jeden, der vor 20 Uhr geht, ob er einen Halbtagsjob hat. Eine Business-Idee muss sich auch erfolgreich durchsetzen lassen, ohne die Mitarbeiter auszuquetschen wie Zitronen. Sonst hat man als Gründer versagt.

5. Wir konnten inzwischen zahlreiche Mitarbeiter für uns gewinnen, die früher mehr verdient haben, aber einfach keine Lust mehr hatten, zwölf bis 15 Stunden ihrer täglichen Lebenszeit in der Firma zu verbringen.
 
 


Quelle: Inhalt und Bild: Gastrofix
Autor: jel/Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
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