Vernetzte Branchen 2.0 - Zum Artikel „Sorglos-Paket to go“

Datum 04.08.2017 | Rubrik: Gemeinschaftsverpflegung | Ort: München
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Komp Foodmobility 2
Der gemeine Coffee-to-go ist bald kalter Kaffee. Vielmehr wird es künftig eine digitale Lösung geben, die organisiert und einen navigiert, um ohne Zeitverlust durch Schlangestehen oder Umweg, seinen individualisierten Cappuccino z. B. zwischen Büro und Flughafen punktgenau mitnehmen zu können. Das Szenario ist ein winziger Ausschnitt einer im März veröffentlichten Konzeptstudie zum Thema Essen unterwegs. Urheber sind die Design Agentur N+P Industrial Design und die Business Transformation Experten von Spinpartners – ein ungewöhnliches Gespann mit mehr Praxisbezug als man vermutet.

„Zukunftsvisionen sind uns zu weit weg. Wir haben heute bereits vorhandene Grundtechnologien neu miteinander verbunden – diese ganzheitliche Denkweise ist das Visionäre an unserer Konzeptstudie“, erläutert Christine Bausback, Managing Director von N+P Industrial Design. „Zusätzlich haben wir mit AVA ein anschauliches Modell dazu entwickelt, eine Plattform, die transportmittelübergreifend während der gesamten Reisezeit den Zugang zu individuell gewünschten Mahlzeiten ermöglicht“, ergänzt Helmut Ramsauer, Managing Partner von Spinpartners. Was genau sich hinter AVA verbirgt, welcher Ansatz zugrundeliegt und welche Potenziale „Essen unterwegs“ im ganzheitlichen Kontext auch für die Gastronomie mitbringt, haben die beiden im persönlichen Gespräch verraten.
 


Video: Food & Mobility as-a-service
Einen sehr anschaulichen Einblick vermittelt aber auch das im Folgenden verlinkte 5-minütige Video. Es zeigt die strategische Herleitung der Vision „Food & Mobility as-a-service“ aus den Nutzerbedürfnissen und gibt Einblick, wie ein derartiges Konzept in Bus, Bahn, Flughafen oder Flugzeug aussehen könnte.
 
Beispiele zu „Food & Mobility“:
Welche Ideen und Konzepte zu Essen unterwegs gibt es noch?
 
- „All Star Restaurant“ – Marketingaktion von Volvo und UberEats in Tokyo: Sterneküche-Dinner während der Stadtrundfahrt im SUV. Während einer Fahrt durch die Stadt reicht ein Fahrradkurier den Gästen im Fond der Luxuslimousine an diversen Stops ihr ausgewähltes Essen der besten Restaurants Tokyos herein.


 - „en route delivery“ – Visionäre Kooperation von BMW und Amazon Prime Now:
BMW-Fahrer bestellen hier Waren von unterwegs und können sich an einem Ort entlang ihrer Strecke beliefern lassen. Der ideale Lieferort wird von Prime Now und der Open Mobility Cloud berechnet. Die Online-Präsenz von „en route delivery“


 
- Essensverkaufsboxen für Rideshare Fahrer: Das Startup CarGo stattet Rideshare Fahrer (z. B. bei Uber) mit Essensverkaufsboxen aus – mit dem Anreiz, dass sie durch diesen „5-Sterne-Service“ Zusatzumsätze bei ihren Passagieren generieren können: getcargo.today

 
- Bahnhofsbox – Kooperation von Edeka und der Deutschen Bahn:
Das digital gesteuerte Schließfachsystem für Lebensmittel, die online bei Edeka bestellt wurden ist seit Ende März als Pilotprojekt am Stuttgarter Hauptbahnhof installiert. Ein mehrstufiges Kühlsystem mit Tiefkühlmodul sorgt für optimale Temperaturen. inside.bahn.de/bahnhofsbox/

 
- Train Food Delivery in Indien – Kooperation mit z. B. Kentucky Fried Chicken und FoodPanda: Beschwerden der Passagiere über die Verpflegung in Langstreckenzügen haben zu einem neuen Konzept geführt, basierend auf einer App und einem Lieferservice.


 
- Pizzaauslieferung per Roboter – Testmodell von Domino’s in Hamburg: Nach einer Testfahrt in Holland wurde ein autonomer Lieferroboter von Starship Technologies im Mai 2017 in die deutsche Domino’s-Filiale in Hamburg aufgenommen. Auf seinem Weg zum Besteller weicht der Roboter dank Sensoren und Kameras geschickt Fußgängern und Hindernissen aus und passt seine Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss an. Das Einzige was der Roboter (noch) nicht kann, ist die richtige Pizza zu übergeben. So muss der Kunde mittels vorher übermittelter Codes und Anweisungen, die Lieferbox selbst öffnen. www.dominos.de/%C3%BCber-domino-s/presse/mai-17-lieferroboter-in-hamburg

 
- Ghost Restaurants – z. B. Green Summit Group USA setzt auf Küchen ohne Gastraum: Statt eines eigenen Lieferdienstes arbeiten die 50 Köche zudem mit Food-Delivery-Apps wie Deliveroo zusammen und lagern an diese den Bestellprozess, die Auslieferung und teils auch das Marketing aus.
 
- Boston Food Delivery Heatmap – Steigende Bedeutung der Food Delivery Infrastruktur für Immobilienbewertungen: Auf einer Landkarte von Boston wird farblich veranschaulicht, welche Wohngebiete, wie arm bzw. reich an Lieferservices bzw. Restaurants sind.






Bild-, Videoquellen:
np-id.com
Volvo/UberEats – youtube
BMW
CarGo
Deutsche Bahn
AFP news
Domino’s
butcherblock22.com
AddressReport
 
 
 
 
 
 
 


Quelle: kir/Redaktion GVmanager
Autor: flo/Redaktion Gastroinfoportal.de
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