Gastgewerbliche Ausbildung als Exportschlager

Datum 07.08.2017 | Rubrik: Management | Ort: Duisburg
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Azubi Koch
Das neue Ausbildungsjahr hat begonnen. Viele Lehrstellen bleiben aber unbesetzt. „Es gibt Kollegen, die haben in diesem Jahr überhaupt keine Bewerbungen erhalten“, sagt Frank Schwarz, Geschäftsführer der Frank Schwarz Gastro Group und Ausbildungsbotschafter Dehoga NRW. Dabei ist eine solide Ausbildung im Gastgewerbe seiner Meinung nach ein deutscher Exportschlager. „Die ganze Welt beneidet uns um unser duales Ausbildungssystem“, erklärt er. „Darüber hinaus sind deutsche Fachkräfte aus der Hotellerie und Gastronomie weltweit gefragte Spezialisten, die nach einiger Zeit im Ausland wieder zurück nach Deutschland kommen und ihr Fachwissen weitergeben. Das sind hervorragend ausgebildete Kolleginnen und Kollegen, die bestimmen können, wo sie arbeiten möchten und wie hoch ihr Einkommen ist.“ Das Gastgewerbe sei ein klarer Arbeitnehmermarkt, der keine Arbeits- oder Beschäftigungslosigkeit kennt.
 
Adäquate Ausstattung
Trotz der vielen unbesetzten Ausbildungsstellen sieht der Ausbildungsbotschafter des Dehoga NRW Anzeichen für eine Wende: „Wir haben Auszubildende in der Küche, die bewusst auf ein Studium verzichtet haben und ihre klaren Chancen im Handwerk suchen.“ Eine gute Entscheidung wie er findet. Ein x-beliebiger Studiengang mit Bachelor-Abschluss macht seiner Meinung nach keinen Sinn, da die Berufsaussichten mehr als unbefriedigend sind. Die handwerkliche Perspektive aber biete deutlich bessere.
Um die Ausbildung auf dem hohen qualitativen Standard halten zu können, fordert Frank Schwarz alle am dualen Ausbildungsprozess beteiligten Institutionen und vor allem die Politik auf, für eine adäquate Ausstattung der Berufsschulen zu sorgen: Es gibt leider viele Berufskollegs im Land, die weder über eine zeitgemäße Lehrküche noch über entsprechende finanzielle Mittel verfügen, um in vorhandenen Schulküchen gezielt hochwertige Lebensmittel für anspruchsvollen Unterricht einzusetzen. Hier ist dringender Handlungsbedarf angezeigt.“ Aber auch in den allgemeinbildenden Schulen sei noch einiges zu tun. So müsse gesehen werden, dass der gute Hauptschüler von gestern, der gut ausgebildete Handwerker von morgen ist. „Darüber hinaus wäre es prima, wenn noch mehr Gastronomen und Hotelier in den Unterricht gehen und mächtig die Werbetrommel für die wohl schönste Branche der Welt rühren.“


Quelle: Frank Schwarz Gastro Group; Foto: colourbox.de
Autor: jel/Redaktion 24 Stunden Gastlichkeit
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