Spendierfreudige schwule und lesbische Reisende

Datum 25.04.2013 | Rubrik: Service | Ort: Berlin
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Berlin. Schwule und lesbische Hotelgäste geben im Urlaub durchschnittlich 57 % mehr Geld aus als heterosexuelle Reisende. Das belegt eine aktuelle Studie des ITB Berlin Partners Community Marketing, die von Rika Jean-Francois, CSR Beauftragte der ITB Berlin und Vorstandsmitglied bei der International Gay&Lesbian Travel Association (IGLTA), auf dem ITB Berlin Kongress sowie kürzlich auf einer Strategietagung von Wien Tourismus vorgestellt wurde. Insgesamt 5.700 Personen wurden bei der Umfrage Ende vergangenen Jahres in den USA zu ihren Reisegewohnheiten befragt. Neben den Hotels profitiert der Studie zufolge auch die gesamte Destination von den sogenannten LGBT-Reisenden (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender).

Die Tatsache, ob sich ein Reiseziel als freundlich („gay-friendly") gegenüber LGBT-Urlaubern präsentiert, zählt laut der Umfrage für 40 % der schwulen und für knapp ebenso viele lesbische Befragte aus den USA zu den wichtigsten Beweggründen bei der Wahl der Destination. Bei den Ansprüchen an den Urlaub liegt bei 67 % der schwulen und 66 % der lesbischen Reisenden das warme Wetter an der Spitze, gefolgt von kulturellen Angeboten, Strand und Kulinarik. Zu den Hauptinteressen auf Reisen zählt für über die Hälfte der Studienteilnehmer Erholung. Auf dem zweiten Platz liegt bei schwulen Reisenden mit 35 % der Besuch von Freunden und Familie, lesbische Paare nannten mit 32 %, Zeit mit ihrer Partnerin zu verbringen. Bei der Auswahl eines Hotels zählte die Lage für 33 % der schwulen und 30 % der lesbischen Befragten zu den ausschlaggebenden Gründen. Der Preis landete mit rund 30 % bei beiden Zielgruppen auf Platz zwei. LGBT-Reisende sind sehr internetaffin: Bei der Informationssuche rund um ihre Reise vertrauen 59 % der lesbischen und 54 % der schwulen nordamerikanischen Reisenden auf Empfehlungen von Freunden und Familie. Danach folgen Reise-Websites. Werbung, die sich speziell an die LGBT-Zielgruppe richtet, wurde von 41 % der schwulen und 36 % der lesbischen Reisenden bei der Suche nach Informationen genutzt.

Die ITB Berlin setzt sich im Rahmen ihres CSR Selbstverständnisses bereits seit Jahren für Menschenrechte im Tourismus ein, also auch für Toleranz und Diversität und engagiert sich zum Beispiel als Mitglied der International Gay & Lesbian Travel Association (IGLTA). 2003 präsentierten sich erstmals Aussteller aus dem LGBT-Bereich auf der weltgrößten Reisemesse. Seit drei Jahren finden im Rahmen des ITB Berlin Kongress auch Vorträge und Diskussionen zum Thema statt und LGBT-Travel wurde eines von 15 eigenständigen Segmenten auf der weltweit größten Reisemesse. Es verzeichnet seitdem eine stetig steigende Nachfrage. Heute hat die ITB Berlin das größte Angebot an LGBT-Reiseprodukten und Destinationen aller Tourismusmessen weltweit. Mit einem großen „Gay & Lesbian Travel Pavillion", der ITB TomOnTour-Party und verschiedenen weiteren begleitenden LGBT-Events setzt die ITB Berlin ein Zeichen für Toleranz und gleiche Rechte. Mit Seminaren über LGBT-Tourismus in Indien im Jahr 2011, einem Informationsstand auf der ITB Asia 2012 in Singapur, einem LGBT-Informationstand auf der ABAV 2013 in Rio und internationalen Seminaren und Symposien weltweit fördert die ITB Berlin mit der ITB Academy auch die Enttabuisierung und Entwicklung dieses wichtigen Marktsegments in anderen Ländern. Wien Tourismus hat auf der ITB Berlin 2013 eine strategische Partnerschaft mit der ITB Berlin zum LGBT-Segment geschlossen, um dieses künftig gemeinsam global zu fördern und weiterzuentwickeln. www.itb-berlin.de


lis/Redaktion first class


Quelle: Messe Berlin



Autor: lis

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