So klappt es auch mit Ihren Mitarbeitern!

Datum 29.04.2016 | Rubrik: Märkte und Trends | Ort: Köln
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Mitarbeiter

Das Forschungs- und Beratungsinstitut Great Place to Work hat anlässlich des bevorstehenden „Tag der Arbeit“ aktuelle Forschungsergebnisse zur Arbeitsplatzkultur in Deutschland veröffentlicht. Dabei zeigt sich: Vertrauen, Qualifizierung, Gesundheitsförderung und eine Unternehmenskultur, die das Engagement der Mitarbeitenden fördert und wertschätzt, sind wichtige Eckpfeiler, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Unternehmen und Beschäftigte profitieren gleichermaßen davon.

Was gute und attraktive Arbeitgeber ausmacht
Liegt beispielsweise die Zahl der durchschnittlichen Krankheitstage in Deutschland laut aktuellem AOK-Fehlzeitenreport 2015 bei 19 Tagen, beträgt diese in Unternehmen mit einer nachgewiesen besonders guten und attraktiven Arbeitsplatzkultur durchschnittlich nur fünf Tage; ein Unterschied von 74 Prozentpunkten. Ein ähnliches Bild bei den Fluktuationsraten: in durchschnittlichen Unternehmen liegt die Zahl der freiwilligen Kündigungen im Verhältnis zur Gesamtmitarbeiterzahl laut Berechnungen der Hay Group bei jährlich 14 Prozent; in den von Great Place to Work ausgezeichneten Unternehmen hingegen nur bei sechs Prozent, also um 57 Prozentpunkte niedriger. Auch bei den Bewerberzahlen haben besonders gute und attraktive Arbeitgeber die Nase vorn: 7,1 Bewerbungen pro Mitarbeiter und Geschäftsjahr – im Vergleich zu 3,3 Bewerbungen in durchschnittlichen Unternehmen.



Verständlich werden solche Unterschiede bei genauerer Betrachtung der Arbeitsplatzkultur der Unternehmen: Im Rahmen der jährlichen Benchmark-Befragungen des Great Place to Work Instituts bestätigen beispielsweise 75 % der Mitarbeiter der ausgezeichneten Unternehmen, dass gute Arbeit ausreichend anerkannt wird – im Vergleich zum repräsentativen Unternehmensdurchschnitt in Deutschland von 36 %. Zugleich loben 82 % das kompetente Verhalten ihrer Führungskräfte (Durchschnitt: 56%). 77 % der Beschäftigten fühlen sich in ihrer beruflichen Entwicklung gut unterstützt (Durchschnitt: 44 %). Während die Zahl der Weiterbildungsstunden bei den besten Arbeitgebern durchschnittlich 50 Stunden pro Mitarbeiter und Jahr liegt, sind dies im repräsentativen Unternehmensdurchschnitt laut Berufsbildungsbericht 2015 nur 30 Stunden. Dass die Mitarbeiter im Unternehmen hilfreiche Angebote zur Unterstützung der Gesundheit erhalten, bestätigen 76 % der Mitarbeiter der Beste-Arbeitgeber-Unternehmen – im Vergleich zum repräsentativen Durchschnitt von nur 38 %. Zudem bestätigen drei Viertel (77 %) der Mitarbeiter teilnehmender Unternehmen an „Deutschlands Beste Arbeitgeber“, dass die emotionale Gesundheit am Arbeitsplatz ausreichend gewährleistet ist; im Unternehmensdurchschnitt hingegen nur 41 %. Und jeder fünfte Arbeitnehmer (21%) aus Unternehmen ab 50 Mitarbeitern sieht in puncto „Psychische Gesundheit“ besonders starke Defizite in seinem Betrieb. Ähnliche Ergebnisse und Unterschiede zeigen sich auch im Bereich öffentlicher und gemeinnütziger Arbeitgeber.

Gute Arbeitsplatzkultur als zentraler Treiber
Den hohen und erfolgskritischen Stellenwert einer guten und attraktiven Arbeitsplatzkultur bestätigen nicht zuletzt auch die vom Great Place to Work Institut durchgeführten Managementbefragungen: die Positivurteile zu zentralen Kennwerten wie Umsetzung von Verbesserungen und Innovationen (79 % vs. 59 %), Umsatzentwicklung (68 % vs. 38 %) und EBIT/Erfolgsprognose (54 % vs. 33 %) liegen alle sehr deutlich über den Einschätzungen des Managements in solchen Unternehmen, die in puncto Arbeitsplatzkultur weniger weit fortgeschritten sind. Die Mitarbeiter zahlen ein wertschätzendes und förderliches Arbeitsumfeld mit guten Leistungen, einer höheren Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme und größerer Veränderungsbereitschaft zurück. Unternehmen mit einer „Great Place to Work – Kultur“ weisen insgesamt einen signifikant höheren Anteil aktiv engagierter Mitarbeiter auf und erreichen ihre Ziele damit besser und einfacher. Sie sind agiler, innovativer und wirtschaftlich nachhaltig erfolgreicher.

Best-Practice-Beispiele, wie Arbeitgeber erfolgreich Human Ressource-Konzepte umsetzen und damit einen der wichtigsten Beiträge zu einer erfolgreichen Unternehmenskultur leisten, zeigen die Preisträger des HR Hospitality Awards. 2016 zeichnet die Deutsche Hotelakademie (DHA) und die first class bereits zum vierten Mal vorbildliche Arbeitgeber unter dem Motto „Menschen – Zukunft – Hotel“ mit dem Hospitality HR Award aus.



Quelle: Great place to work Deutschland; Foto: Pixabay
Autor: lau/Redaktion Gastroinfoportal
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